Digitale Patientenakte im Landesklinikum Mauer: Ein Erfolgsmodell seit über zehn Jahren

Feber 16, 2026 17:57
Digitale Patientenakte im Landesklinikum Mauer: Ein Erfolgsmodell seit über zehn Jahren

Die digitale Patientenakte hat sich im Landesklinikum Mauer seit ihrer Einführung vor über zehn Jahren als unverzichtbares Werkzeug etabliert. Darüber berichtet Welt Stimme.

MAUER. Die Einführung begann in den Jahren 2012/2013 mit der digitalen Pflegeplanung und setzte sich durch die digitale Therapieplanung sowie Leistungsdokumentation fort. Der erfolgreiche Abschluss stellte die Implementierung der digitalen Fieberkurve und der datenbankgestützten Medikamentenverordnung dar, die 2016 vollständig umgesetzt wurde. Diese Tools sind heute essentielle Bestandteile für das Risikomanagement, die Qualitätssicherung und eine moderne Patientenversorgung auf höchstem Sicherheitsniveau.

Erleichtert Arbeitsabläufe

Die digitale Fieberkurve hat nicht nur die handschriftliche Dokumentation von Vitalparametern ersetzt, sondern auch die Arbeitsabläufe nachhaltig verändert. Vitalwerte sind nun jederzeit aktuell und standortunabhängig verfügbar.

Diese Veränderung beschleunigt klinische Entscheidungen und ermöglicht eine schnelle Erkennung von Veränderungen im Gesundheitszustand der Patienten. Zudem entfallen Übertragungsfehler, unleserliche Einträge und Doppelerfassungen, was einen wesentlichen Beitrag zur Patientensicherheit darstellt. Auch die digitale Medikamentenverordnung hat zu einem erheblichen Qualitätssprung geführt. Durch die Integration der Arzneimitteldatenbank des Apotheker-Verlags stehen Ärzten und Pflegekräften umfassende Informationen zu Indikationen, Warnhinweisen und Wechselwirkungen zur Verfügung.

Die tagesaktuelle Verfügbarkeitsprüfung im Logistikzentrum des Landesklinikums erleichtert zudem die sichere Verordnung und Bereitstellung von Medikamenten. Jede Änderung wird lückenlos dokumentiert – von der ärztlichen Anordnung bis zur Verabreichung durch die Pflegekräfte. Zudem wird die aktuelle Verordnung durch den Etikettenausdruck der Medikation qualitätsgesichert. Somit konnten die Fehlerquellen deutlich reduziert werden. Bereits vor der Einführung der Fieberkurve wurde der gesamte Pflegeprozess digitalisiert und mit standardisierten POP-Pflegediagnosen (Problem – Ursache – Symptom) verknüpft. Diese Strukturierung unterstützt Pflegekräfte dabei, klinische Beobachtungen präziser zu dokumentieren, individuelle Pflegeziele festzulegen und evidenzbasierte Maßnahmen abzuleiten.

Die Vorteile im Überblick:

  • Zentralität: Alle relevanten Daten sind sofort verfügbar.
  • Effizienz: Doppelaufwände entfallen konsequent.
  • Entscheidungshilfe: Leitlinienvorschläge unterstützen den klinischen Alltag.
  • Transparenz: Evaluation und Qualitätssicherung sind lückenlos möglich.
  • Nachweisbarkeit: Die Dokumentation bildet eine klare Grundlage für die Leistungsdarstellung.

Durch die Bereitstellung ausreichender Hardware und den Verzicht auf Doppeldokumentation bietet das System ein Höchstmaß an Rechts-, Patienten- und Patientensicherheit. Damit werden wertvolle Zeitressourcen freigesetzt, die direkt den Patienten zugutekommen.

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