ÖSV-Damen setzen auf Slalom-Medaille bei Olympia in Cortina d’Ampezzo

Feber 17, 2026 10:37
ÖSV-Damen setzen auf Slalom-Medaille bei Olympia in Cortina d'Ampezzo

Österreichs Slalomläuferinnen streben nach dem Olympischen Gold

CORTINA D’AMPEZZO. Österreichs Slalomläuferinnen zählen seit zwei Jahrzehnten zu den Medaillengaranten bei Olympischen Spielen. Seit 2006 überzeugten die ÖSV-Technikerinnen stets mit Edelmetall. Am Mittwoch (10.00 und 13.30 Uhr/live ORF 1) wollen das ÖOC-Team, angeführt von Katharina Truppe und Team-Olympiasiegerin Katharina Huber, diese Erfolgsserie zum Abschluss der Alpinbewerbe in Italien fortsetzen. Darüber berichtet Welt Stimme.

Auf dem relativ flachen und kurzen Hang in Cortina d’Ampezzo wird ein spannendes Rennen erwartet. „Ich hätte es gerne ein bisschen steiler“, äußerte Truppe. Sie betont, dass es auf diesem Hang keine Fehler geben dürfe und man sehr sauber fahren müsse. In der Teamkombination konnte sie dieser Herausforderung nicht gerecht werden, was sie belastete. Die darauffolgenden Trainingseinheiten waren nicht zufriedenstellend.

Mit Unterstützung ihrer Mentaltrainerin hat sie sich jedoch wieder aufgebaut und geht mit viel Selbstvertrauen an den Start. Die 30-Jährige wird den Riesentorlauf aus ihrem Programm streichen und hat in dieser Saison bereits sechs Top-Sechs-Platzierungen sowie einen Stockerlplatz in Flachau errungen, was ihre bisher beste Slalomsaison markiert. Ihr Rezept für Mittwoch: „Nicht anders fahren als in den Weltcup-Rennen. Schneller Schwung, ein bisschen Glück und eine gewisse Lockerheit, dann schauen wir, was rauskommt“, erklärte Truppe.

Huber profitiert von ihrem Gold

Bereits eine Medaille, sogar in Gold, befindet sich in ihrem Zimmer. Ihre Zimmerkollegin Huber brachte diese nach einem starken Slalom in der Teamkombination mit. „Das macht es ein bisschen leichter. Ich kann sehr befreit darauf losfahren, alles was kommt, ist eine absolute Draufgabe“, so die Niederösterreicherin, die sich einige Tage in Salzburg aufhielt. Das Training in Hinterreith fand auf einem Hang statt, der ähnliche Anforderungen wie die Tofana aufweist. Huber beschreibt dieses Training als „einen Neustart, weil der Mittwoch sehr wichtig für mich ist“.

In Bezug auf den bevorstehenden Spezialslalom, möchte sie endlich ihr Potenzial ausschöpfen. Ihr Olympiasieg verleiht ihr einen enormen mentalen Auftrieb. „Mir wurde oft gesagt, dass ich eine gute Skifahrerin bin. Schwarz auf weiß habe ich es aber noch nicht stehen gehabt – und vielleicht auch nicht mehr den hundertprozentigen Glauben. Das hat mir brutal neuen Auftrieb und Kraft gegeben, dass es doch passieren kann, wenn ich selber an mich glaube“, erklärt Huber und hebt hervor, dass sich diese Haltung auch in ihrem Training widerspiegelt.

Gallhuber rechnet mit Überraschungen

Katharina Gallhuber hat bereits Erfahrung mit Olympia-Medaillen. Sie holte vor acht Jahren Bronze im Slalom, kämpfte jedoch in den Folgejahren, auch verletzungsbedingt, mit Rückschlägen. Seit ihrer Olympia-Nominierung verspürt sie jedoch einen Aufwind, auch wenn sich dieser in den Ergebnissen bisher noch nicht niedergeschlagen hat. „Das hat in mir etwas bewegt. Ich traue mir mehr zu und habe das Gefühl, dass ich vorne mitmischen kann“, äußerte Gallhuber.

Obwohl ihr Kombi-Slalom „passabel“ war, ist sie optimistisch: „Ich hatte sehr schnelle Abschnitte dabei.“ Sie möchte wie vor acht Jahren aus der Außenseiterrolle zuschlagen. „Ich kann nur überraschen“, sagte Gallhuber, die sich mit dem Hang an der Tofana wohlfühlt. „Von der Charakteristik gefällt mir der Hang. Ich bin doch eine sehr dynamische Skifahrerin, den Hang muss man von Start bis Ziel pushen.“

Mayrhofer plant den ersten Lauf

Ein gewisser Vorteil könnte sich für die drei Katharinas sowie Lisa Hörhager im ersten Lauf einstellen, den ihr Trainer Klaus Mayrhofer gesteckt hat. Der kombinierte Kurs wird laut Huber mehrere Tore beinhalten, „und man weiß auf die Schnelle nicht, wo man hin muss. Wir können die Kombination fahren, ohne dass wir groß nachdenken müssen“.

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