Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) stehen vor einer grundlegenden Umstrukturierung. Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) hat eine Reform der Konzernorganisation angekündigt, jedoch ohne Sparprogramm oder Personalabbau. Darüber berichtet Welt Stimme.
Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) beauftragte den Aufsichtsrat und den Vorstand der ÖBB, ein Reformkonzept bis 2040 zu entwickeln. Ziel dieser Reform ist es, die organisatorische Struktur des Unternehmens zu modernisieren und es „fit für die Zukunft“ zu machen.
Konzernstruktur wird überprüft
Wie Hanke erklärte, solle die hohe Qualität, die die ÖBB über Jahrzehnte erreicht haben, auch in Zukunft gesichert werden. Der Fokus liege auf der Überprüfung der seit 2003 im Bundesbahngesetz verankerten Konzernstruktur, die Holding und die Teilgesellschaften Personenverkehr, Rail Cargo und Infrastruktur umfasst.
Der Verkehrsminister betonte, dass der gesetzliche Rahmen sehr restriktiv formuliert sei, was die Flexibilität einschränke: „Das bedeutet, dass die Flexibilität aufgrund dieser Strukturierung per Gesetz sehr eingeschränkt ist.“ Somit strebt Hanke an, die gesetzlichen Vorgaben zu vereinfachen, um dem Vorstand mehr Handlungsspielraum zu bieten und schnellere Reaktionen auf zukünftige Herausforderungen zu ermöglichen.
Konkrete Details zur Reform bleiben bislang ungenannt. Die ÖBB haben nun zwei Monate Zeit, um ein Konzept vorzulegen. Mitte April sollen zunächst regierungsinterne Gespräche stattfinden, gefolgt von Gesprächen mit der Opposition. Die Reform soll im Jahr 2027 in Kraft treten. Die Regierungsparteien verfügen im Parlament über die nötige Mehrheit für eine Änderung des Bundesbahngesetzes.


