Equal Pay Day in Salzburg: Frauen arbeiten bis zum 19. Februar 2026 unbezahlt

Feber 17, 2026 19:19
Equal Pay Day in Salzburg: Frauen arbeiten bis zum 19. Februar 2026 unbezahlt

Equal Pay Day in Salzburg am 19. Februar 2026: Ein Fortschritt mit Herausforderungen

Der Equal Pay Day in Salzburg fällt 2026 auf den 19. Februar, was eine Vorverlegung um vier Tage im Vergleich zum Vorjahr bedeutet, als der Tag am 23. Februar stattfand. Diese Veranstaltung symbolisiert den Tag, bis zu dem Frauen rechnerisch „unbezahlt“ arbeiten, während Männer bereits ab Jahresbeginn bezahlt werden. Darüber berichtet Welt Stimme.

Dieser Tag ist ein deutliches Zeichen für die anhaltende Ungleichheit zwischen den Geschlechtern in Österreich. Frauen verdienen im Durchschnitt gemäß den aktuellen Statistiken 13,8 Prozent weniger als Männer in Salzburg. Zum Vergleich: In Vorarlberg liegt der Einkommensunterschied bei 20,1 Prozent, während Wien mit nur 4,2 Prozent am niedrigsten abschneidet.

Julia Kröll, die Geschäftsführerin des AMS Salzburg, betonte die Bedeutung des Equal Pay Days: „Je früher im Jahr dieser Tag stattfindet, umso geringer ist die geschlechtsspezifische Einkommensdifferenz.“ Sie wies darauf hin, dass Frauen in Salzburg durchschnittlich 50 Tage länger arbeiten müssten, um den Einkommensunterschied auszugleichen.

Ursachen für die Lohnungleichheit

Trotz gewisser Fortschritte bleibt die Lohnungleichheit ein bedeutendes gesellschaftliches Problem. Ein wesentlicher Faktor ist die Berufswahl, die zwar von Männern und Frauen unterschiedlich geprägt ist, aber auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie beeinflusst die Einkommenssituation von Frauen erheblich. Viele Frauen müssen in Teilzeit arbeiten, was auch zu einem höheren Risiko von Altersarmut führt.

Das AMS hebt hervor, dass die Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen oftmals zu Unterbrechungen in der Erwerbstätigkeit führt, was geringere Aufstiegsmöglichkeiten zur Folge hat. Um diese Ungleichheit zu adressieren, könnten Unternehmen durch familienfreundliche Arbeitszeitmodelle, altersgerechte Arbeitsorganisation und betriebliche Kinderbetreuung wertvolle weibliche Fachkräfte gewinnen und ein faires Arbeitsumfeld schaffen.

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