AI Factory Austria eröffnet Coworking Hub in Landstraße für Künstliche Intelligenz

Feber 25, 2026 11:17
AI Factory Austria eröffnet Coworking Hub in Landstraße für Künstliche Intelligenz

In der Landstraße ist ein neuer Coworking Hub der AI Factory Austria (AI:AT) eröffnet worden. Im Solaris-Bürocenter in der Karl-Farkas-Gasse 22 soll künftig ein zentraler Treffpunkt für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und die öffentliche Verwaltung geschaffen werden, um an praxisnahen Anwendungen für Künstliche Intelligenz zu arbeiten. Darüber berichtet Welt Stimme.

Der Coworking Hub versteht sich als Trainingsraum und Vernetzungszentrum, in dem eine umfassende Beratung zu Künstlicher Intelligenz von der Strategie bis zur praktischen Anwendung gewährleistet werden soll. Mit dieser Initiative wird eine verantwortungsvolle Nutzung von KI gefördert, die für den Wirtschaftsstandort Österreich von großer Wichtigkeit ist.

Eröffnet wurde der Hub durch Peter Hanke, den Innovations- und Infrastrukturminister der SPÖ. Er betonte die grundlegende Bedeutung der Initiative für die Gesellschaft und Wirtschaft: „Künstliche Intelligenz verändert unsere Gesellschaft und Wirtschaft grundlegend. Daher haben wir sie in der Industriestrategie 2035 als eine von neun Schlüsseltechnologien und Stärkefelder definiert.“ Auch im FTI-Pakt 2027–2029 spielt KI eine zentrale Rolle. „Um das Potenzial von KI bestmöglich zu nutzen, ist es wichtig, zum einen die Kompetenzen zur Beherrschung dieser Technologie und zum anderen die Infrastruktur zu deren Nutzung bereitzustellen.“ Die AI Factory ermögliche beides, führte Hanke aus.

Zugang zu europäischer Spitzen-Rechenleistung

Die AI Factory Austria plant, österreichischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen strukturierten Zugang zur europäischen Hochleistungsrechenkapazität (HPC) zu ermöglichen. Bis der geplante Wiener Supercomputer voraussichtlich Ende 2027 in Betrieb geht, wird dieser Zugang über den Leonardo Supercomputer in Bologna, einem der leistungsstärksten Rechner Europas, realisiert.

Der neue Hub soll über einen klassischen Shared Space hinausgehen. Er dient als physisches Zentrum für Austausch, Weiterbildung und Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Verwaltung. Workshops, Schulungen sowie Einsteiger-, Executive- und technische Trainingsformate werden angeboten, um KI-Kompetenzen praxisnah aufzubauen. Aktuell arbeiten dort 67 „Co-Worker“ aus 28 Unternehmen und fünf Branchen bei insgesamt 94 verfügbaren Arbeitsplätzen.

Messbare Ergebnisse seit 2025

Zur Eröffnung sowie der anschließenden Abendveranstaltung im Marx-Palast versammelten sich rund 300 Stakeholder aus Österreich und mehreren europäischen Ländern. Im Fokus standen nicht nur politische Rahmenbedingungen, sondern auch konkrete Praxisbeispiele aus dem österreichischen KI-Ökosystem.

Seit dem Start des Trainingsangebots im Juli 2025 kann AI:AT bereits erste Ergebnisse vorweisen: Über 20 Trainings mit mehr als 900 Teilnehmern, die Begleitung von über 40 Projekten und Organisationen sowie rund 30 Community-Veranstaltungen wurden erfolgreich durchgeführt. „In der AI Factory Austria ist es unser Ziel, diesen Zugang mit möglichst geringen Hürden zu ermöglichen und Organisationen bei der praktischen Nutzung zu begleiten“, erklärt Markus Stöhr, Co-Lead der AI Factory.

Parallel dazu wird die Grundlage geschaffen, dass der gesamte KI-Lebenszyklus in Österreich auf moderner Infrastruktur unterstützt werden kann. „Die AI Factory ist ein Meilenstein für die Stärkung von Österreichs digitaler Souveränität und ein zentrales Element im KI-Ökosystem des Innovationsstandortes Österreich“, fasst Peter Hanke zusammen. Der neue Standort in der Landstraße soll zudem die internationale Sichtbarkeit österreichischer Kompetenzen erhöhen.

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