Ein Linzer Technologieunternehmen hat mit „Kollega“ die erste KI-Plattform eingeführt, die eigenständig Dokumente lesen, E-Mails schreiben, Angebote erstellen und Anfragen beantworten kann.
Oberösterreich. „Niemand kauft Software, um Software zu haben. Unternehmen suchen jemanden, der die Arbeit macht. Genau das ist Kollega“, erklärt Gerhard Kürner, CEO von 506.ai. Mit dieser künstlichen Intelligenz soll dem Fachkräftemangel begegnet werden. Kürner gibt an, dass jeder „Kollega“ auf ein spezifisches Fachgebiet spezialisiert ist und die Prozesse sowie Abläufe in diesem Bereich beherrscht. Der Output ist nicht einfach ein Text im Chat, sondern ein konkretes Ergebnis im Arbeitsprozess. Kollega soll insbesondere dort zum Einsatz kommen, wo Unternehmen Schwierigkeiten haben, geeignete Arbeitskräfte zu finden, oder wo eine Vollzeitstelle wirtschaftlich nicht rentabel ist. Darüber berichtet Welt Stimme.
506ai: „Die Technologie ist reif“
Die Fähigkeiten der KI-Plattform, die heute zur Verfügung stehen, wären vor 18 Monaten noch unvorstellbar gewesen, meint 506ai. Andreas Stöckl, der technologische Kopf hinter Kollega, betont: „Was wir im letzten Jahr an technologischem Fortschritt gesehen haben, hat die Spielregeln fundamental verändert. Autonome Agenten, die eigenständig komplexe Aufgabenketten abarbeiten – das ist heute produktionsreif. Kollega nutzt genau dieses Zeitfenster.“
Wie menschlicher Mitarbeiter
Von Beginn an soll Kollega wie ein menschlicher Mitarbeiter integriert werden. Ein Vorgesetzter im Unternehmen wird die Schulung begleiten und anschließend die Verantwortung übernehmen. Ähnlich wie bei einer regulären Anstellung sind klare Zuständigkeiten und definierte Aufgaben festgelegt, wobei eine Person die Ergebnisse prüft und freigibt, informiert 506ai. Sogar ein „Gehalt“ kann Kollega zugewiesen werden – eine Kündigung ist ebenfalls möglich. Der Datenschutz wird ebenfalls gewährleistet, da die KI vollständig DSGVO-konform arbeitet.


