Raiffeisen Bank sichert sich Mehrheit an Addiko Bank
Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat sich im Bieterkampf um die Addiko Bank mehr als die Hälfte der Anteile gesichert. Bis Dienstagmorgen gingen Annahmeerklärungen für 50,42 Prozent der Aktien bei der RBI ein.
In diesem Anteil ist auch der 9,63-prozentige Anteil des serbischen Investors Alta Group enthalten, der über Finanzinstrumente insgesamt knapp 30 Prozent der Addiko-Anteile zugeordnet wird. Die Annahmefrist für die Addiko-Aktionäre endet am 22. Juli.
Die RBI bietet 26,50 Euro je Aktie. Die Wettbewerberin, die slowenische Nova Ljubljanska banka (NLB), hat Anfang Juni ein Angebot von 33,50 Euro je Addiko-Aktie unterbreitet, welches inklusive Dividende ein Viertel über dem Angebot der RBI liegt. Trotz dieses höheren Angebots haben sich Vorstand und Aufsichtsrat der Addiko für die RBI ausgesprochen, was sie mit höherer Transaktionssicherheit begründeten, auch da der NLB regulatorische Hürden in Kroatien drohen.
Das erhöhte Angebot der NLB soll am Donnerstag bekannt gegeben werden. Aktionäre von Addiko, die das Angebot der RBI bereits angenommen haben, können ihre Annahmeerklärungen innerhalb von vier Börsentagen vor Ende der Frist widerrufen und ihre Aktien der NLB anbieten.
Einordnung
Die Entscheidung den Zuschlag an die RBI zu geben, erhöht die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Übernahme von Addiko. Diese Entwicklung ist relevant vor dem Hintergrund der regulatorischen Unsicherheiten, mit denen die NLB konfrontiert ist, und könnte die Marktverhältnisse im Bankensektor nachhaltig beeinflussen.


