Schärdinger Granit: Weichenstellung für die Zukunft
Schärdinger Granit vollzieht seit 2021 einen umfassenden Wandel, der bis 2028 andauern soll, um das Unternehmen zukunftsfähig zu machen.
ST. FLORIAN/I. Geschäftsführer Gerhard Altendorfer erklärte, dass zwischen 2022 und 2025 für alle fünf Steinbrüche in Ober- und Niederösterreich umfangreiche Genehmigungsverfahren durchgeführt wurden. Dies bedeutet, dass Abbaurechte für mindestens 35 bis 50 Jahre gesichert sind. Außerdem soll ein sechster Steinbruch in Tittling (Niederbayern) bis 2028 reaktiviert werden.
Produktionsstopp für Werkstein
Die Werksteinfertigung in Gopperding wird Anfang 2026 eingestellt. Altendorfer nennt die ausländische Konkurrenz, insbesondere aus China und der Türkei, als Hauptgrund. Hohe Produktionskosten in Europa machen eine rentabele Herstellung nicht mehr möglich. „Wir müssen den Rechenstift in die Hand nehmen“, so Altendorfer. „Etwas zu tun, was uns nichts bringt, macht keinen Sinn.“
Keine Kündigungen im Rahmen der Umstrukturierung
Schärdinger Granit wird künftig auf Schotter- und Bruchsteinprodukte sowie Handelswaren fokussieren. Kündigungen habe es dabei nicht gegeben. „Es gab freiwillige Abgänge, 90 Prozent der betroffenen Mitarbeiter konnten in anderen Bereichen untergebracht werden“, betont Altendorfer.
Wachstumspotenziale ausschöpfen
Der Maschinenpark wird erneuert und angepasst, der Abschluss der Umstrukturierung ist für Ende des Jahres geplant. Altendorfer ist optimistisch: „Wir werden leistungsfähiger als je zuvor sein und bereiten den Bruch in Allerding für die nächsten zehn Jahre vor. Die Nachfrage ist enorm, und die aktuelle Auftragslage ist gut.“
Einordnung
Der geplante Produktionsstopp und die Neuausrichtung der Betriebsstrategie sind wesentliche Schritte zur Anpassung an den internationalen Wettbewerb. Dies könnte langfristige Auswirkungen auf die regionale Beschäftigung und die Marktposition von Schärdinger Granit haben.


