Purgstall erreicht 58 Prozent des Energieziels bis 2030
Die Marktgemeinde Purgstall hat bis 2025 578 Wattstunden Speicherkapazität pro Kopf erreicht, was 58 Prozent des angestrebten Energiebedarfs bis 2030 entspricht. Dies wurde im Rahmen der ersten Speicher-Liga Niederösterreichs von der Energie- und Umweltagentur des Landes Niederösterreich (eNu) bekannt gegeben.
Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf und eNu-Geschäftsführer Herbert Greisberger ehrten die Gemeinden mit dem größten Zuwachs an Speicherkapazitäten, darunter den Landesmeister Edlitz mit 5,38 kWh pro Kopf. Pernkopf betonte, dass Niederösterreich nicht nur bei Windkraft und Photovoltaik führend sei, sondern auch beim Ausbau von Speichersystemen eine Vorreiterrolle übernehme. Im Land gibt es bereits 40.000 Speicher mit einer Gesamtleistung von 575.000 kWh, was zur Versorgungssicherheit beiträgt.
Die Studie zeigt, dass der Strombedarf in Österreich bis 2030 um 25 Prozent steigen wird. Um diese Steigerung zu bewältigen, sind laut Experten 1 kWh Speicherkapazität pro Kopf erforderlich, was insgesamt 1,7 GWh für ganz Niederösterreich entspricht. In Purgstall sind die Bürgerinnen und Bürger Spitzenreiter im Bezirk, wo insgesamt 1.129 Speicheranlagen eine Gesamtleistung von knapp 16 kWh aufweisen.
Die Energie- und Umweltagentur informiert, dass Haushalte ohne Speicher lediglich 30 Prozent ihres selbst erzeugten PV-Stroms direkt nutzen können, während mit Speicher der Eigenverbrauch auf 60 bis 80 Prozent steigt. Interessierte können ein kostenloses Beratungsservice in Anspruch nehmen, um sich über die Anschaffung von Speichern zu informieren.
Im Zuge des Fortschritts der erneuerbaren Energien in Niederösterreich wurde beim ersten Speicher-Symposium in Baden mit 250 Fachleuten aus der Energiewirtschaft, Forschung und Gemeinden über zukünftige Trends und Entwicklungen diskutiert. Dabei wurde die hohe Dynamik des Speichertechnologiemarktes hervorgehoben, die das Energiesystem nachhaltig verändern wird.
Einordnung
Der Fortschritt in der Speicherung von Energie ist entscheidend für die Bewältigung des steigenden Strombedarfs in Österreich. Die Umsetzung dieser Technologien ist relevant für die künftige Versorgungssicherheit und die Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.


