Kärntnermilch präsentiert Bilanz für 2025
Die Kärntnermilch hielt am Freitag in ihrer Zentrale in Spittal eine Pressekonferenz ab und berichtete über die Ergebnisse des vergangenen Jahres sowie über ihre Zukunftsstrategie. Für 2025 verzeichnete das Unternehmen bei einem Investitionsvolumen von rund 6,7 Millionen Euro in Qualität und Infrastruktur ein Ergebnis vor Steuern von etwa -123.000 Euro.
Im zurückliegenden Jahr konnte die Kärntnermilch trotz globaler Herausforderungen die Grundwerte Qualität, Nachhaltigkeit und Regionalität in wirtschaftliche Stabilität und Produktqualität umsetzen. Geschäftsführer Helmut Petschar betonte: „Wir konnten unsere Position als verlässlicher Partner für unsere Milchlieferanten, Kunden und Konsumenten weiter festigen und ausbauen.“ Zudem setzt das Unternehmen auf umweltfreundliche Verpackungen und investiert gemeinsam mit der Kelag Energie & Wärme in ein Biomasse-Kraftwerk, um Gas langfristig zu ersetzen.
Im Jahr 2025 belieferten im Schnitt 884 Milchbauern die Kärntnermilch mit Rohmilch, darunter 213 Bio-Wiesenmilchbetriebe. Die durchschnittliche Rohmilchanlieferung pro Betrieb betrug 123.161 Kilogramm, was unter der nationalen Durchschnittslieferung liegt. 100 Prozent der Milchproduktion stammt aus kleinstrukturierten Berggebieten, von denen fast 30 Prozent als Bio-Wiesenmilch verarbeitet werden. Die Auszahlung für die Milch lag im Durchschnitt bei 55,76 Cent netto pro Kilogramm, ein Anstieg von 13,8 Prozent im Vergleich zu 2024.
Das neue AMA-Gütesiegel-Modul „Tierhaltung PLUS“ bietet den Milchkühen verbesserte Bewegungsmöglichkeiten und ein erweitertes Gesundheitsmonitoring. Im Jahr 2025 verarbeitete die Kärntnermilch etwa 128,78 Millionen Kilogramm Rohmilch, mit einer durchschnittlichen Tagesverarbeitung von rund 352.822 Kilogramm.
Einordnung
Die Investitionen in Qualität und nachhaltige Produktion reflektieren die zunehmende Bedeutung von Umwelt- und Tierschutz in der Milchwirtschaft. Diese Maßnahmen könnten langfristig nicht nur die Marktposition der Kärntnermilch stärken, sondern auch das Vertrauen der Verbraucher in die Produkte weiter erhöhen.


