Burgenland Energie eröffnet Groß-Stromspeicher in Rechnitz
In Rechnitz wurde der vierte Groß-Stromspeicher von Burgenland Energie in Betrieb genommen. Der neue Lithium-Ionen-Speicher hat eine Kapazität von fünf Megawattstunden und soll die Energieversorgung der Haushalte, Gemeinden und Unternehmen in der Region verbessern.
Traditionell war die Stromversorgung des Burgenlands vor allem auf das Nordburgenland ausgerichtet, doch mit dem neuen Speicher in Rechnitz wird auch die Energieinfrastruktur in den südlichen Landesteilen gestärkt. Der Black-Out im Februar 2023 verdeutlichte die Bedeutung einer unabhängigen und sicheren Energieversorgung für das Südburgenland.
Stephan Sharma, Vorstand der Burgenland Energie, betont das Ziel, das Burgenland schrittweise zu einem ‚Strom-Speicherland‘ zu entwickeln. Bürgermeister Martin Kramelhofer sieht in der neuen Anlage einen Vorteil für die Region, da diese die Versorgungssicherheit erhöht und sowohl den Bürgern als auch den lokalen Unternehmen zugutekommt.
Die Investition in den Speicher wird zudem als wirtschaftlicher Impuls für das Südburgenland gewertet. Der Speicher soll für mehr als 15 Jahre in Betrieb sein und damit langfristige Perspektiven für den Wirtschaftsstandort bieten.
Zusätzlich werden auch private und kommunale Batteriespeicher ausgebaut. Burgenland Energie berichtet von über 1.000 bereits umgesetzten Speicherprojekten sowie etwa 1.000 neuen Anfragen in den letzten Tagen. Dieser Trend ähnelt der Photovoltaik-Offensive vor fünf Jahren, da zunehmend Haushalte Batteriespeicher zur Maximierung des Eigenverbrauchs nutzen.
Einordnung
Mit der Inbetriebnahme des Groß-Speichers in Rechnitz erhält das Südburgenland eine verlässliche Energieinfrastruktur. Dies erhöht die regionale Versorgungssicherheit und stärkt die wirtschaftliche Stabilität der Region durch langfristige Investitionen in die Energiezukunft.


