Insolvenz von Jöbstl Reisen
Das Familienunternehmen Jöbstl Reisen aus der Südweststeiermark muss Insolvenz anmelden. Am Landesgericht für Zivilrechtssachen in Graz wurde diese Woche das Konkursverfahren eröffnet, wie der Kreditschutzverband von 1870 (KSV1870) mitteilte.
Die Schulden des Unternehmens belaufen sich auf rund 986.000 Euro. Von der Insolvenz sind zwei Mitarbeiter und 34 Gläubiger betroffen. Jöbstl Reisen führt die Zahlungsschwierigkeiten auf die kurzfristige und unerwartete Fälligstellung von Finanzierungen durch Investoren zurück. In der kurzen Zeitspanne konnten keine alternativen Finanzierungsquellen gefunden werden.
Der Fortbestand des Unternehmens ist aktuell nicht gesichert. Herma Jonke, Referentin des KSV, erklärt, dass der Insolvenzverwalter prüfen wird, ob eine Fortführung im Interesse der Gläubiger möglich ist. Aktuell sei dies laut den Angaben des Schuldners jedoch nicht der Fall.
Einordnung
Die Insolvenz von Jöbstl Reisen hat direkte Auswirkungen auf die regionalen Arbeitsplätze und die Gläubigerstruktur. Das Unternehmen, das seit 1980 besteht, könnte in der Region an Bedeutung verlieren, falls keine Lösung zur Fortführung gefunden wird.


