Neuer Wasserverband sichert Trinkwasserversorgung in der Steiermark
Leibnitz/Südoststeiermark. Der Startschuss für den Ausbau der Wasserinfrastruktur in der Steiermark fiel kürzlich mit der Gründung des Wasserverbands Transportleitung Steiermark Süd. Eine neue Wassertransportleitung wird bis 2031 von Feldkirchen bei Graz bis Landscha bei Leibnitz errichtet und soll künftig 300 Liter Wasser pro Sekunde transportieren.
Die geplante Leitung hat eine Länge von 33 Kilometern und einen Durchmesser von 60 Zentimetern. Zudem wird ein Hochwasserbehälter mit einem Speichervolumen von 10.000 m³ geschaffen. Dieses Projekt basiert auf dem Wasserversorgungsplan des Landes Steiermark und dient der langfristigen Sicherstellung der Trinkwasserversorgung sowie dem innersteirischen Wasserausgleich.
Der neue Wasserverband wurde von den Wasserverbänden Umland Graz, Leibnitzerfeld Süd und Wasserversorgung Vulkanland sowie der Leibnitzerfeld Wasserversorgung GmbH gegründet. Josef Ober, Bürgermeister von Feldbach, wurde zum Obmann gewählt, während Daniel Kos, Bürgermeister von Leibnitz, die Position des Obmann-Stellvertreters übernimmt. Johann Lappi und Anton Weber wurden in die Finanz- und Schriftführungsrollen berufen.
Insgesamt sollen rund 40 Millionen Euro in den Bau der Leitung investiert werden. 50 Prozent der Kosten sind durch eine Sonderförderung des Landes Steiermark gedeckt, während 15 Prozent durch Bundesmittel bereitgestellt werden sollen. Die verbleibenden 35 Prozent müssen durch die Verbände und Haushalte aufgebracht werden, unter anderem durch einen Aufschlag von 25 Cent pro Kubikmeter Wasser.
Die Notwendigkeit zur Errichtung der neuen Wasserleitung wird durch den steigenden Wasserverbrauch und abnehmende Niederschläge unterstrichen. Laut Landesrätin Simone Schmiedtbauer ist vor allem das Bevölkerungswachstum für den erhöhten Verbrauch verantwortlich. Auch der Klimawandel stellt eine Herausforderung dar, die ein erhöhtes Bewusstsein für den Wasserverbrauch erforderlich macht.
Einordnung
Die neue Wassertransportleitung wird die Wasserversorgung in der Region nachhaltig sichern und auf die Herausforderungen des Klimawandels sowie des Bevölkerungswachstums reagieren. Die Finanzierung und der Bau des Projekts verdeutlichen die Relevanz eines verantwortungsvollen Umgangs mit Wasserressourcen und die Notwendigkeit, die Infrastruktur entsprechend anzupassen.


