Martin Zuschnig: Airbrush-Künstler in St. Veit
Der 10-jährige selbständige Airbrush-Künstler Martin Zuschnig aus St. Veit hat sich auf die Gestaltung von Harley-Davidson-Motorrädern spezialisiert. Er ist der einzige Airbrush-Künstler im Bezirk St. Veit und zählt zu den wenigen in Kärnten.
Zuschnig, gebürtig aus Metnitz, lernte ursprünglich das Tischlerhandwerk und arbeitete als Möbelrestaurator. Seine Begeisterung für Holz wuchs jedoch nie, weshalb er sich frühzeitig für eine Umschulung zum Autolackierer entschied und 15 Jahre in diesem Beruf blieb.
Kreative Freiräume im Atelier
Im Jahr 2016 gründete er sein eigenes Unternehmen und erlebte seither die Freiheit, kreativ zu arbeiten. In seinem Atelier bearbeitet er Aufträge, die stark variieren, von konkreten Kundenideen bis hin zu eigenen kreativen Vorschlägen. „Die Aufträge sind immer unterschiedlich, es wird nie langweilig“, so Zuschnig.
Spezialisiert auf Harley-Davidson
Zuschnig, selbst leidenschaftlicher Motorradfahrer, benötigt für eine Standardlackierung etwa 25 Stunden pro Motorrad, während detailreiche Arbeiten bis zu 80 Stunden in Anspruch nehmen können. Beliebte Motive sind Totenköpfe und Flammen. Interessierte haben während der European Bike Week im Motodrom Harley Davidson in Klagenfurt die Möglichkeit, dem Künstler bei der Arbeit zuzusehen.
Vielfältige Aufträge und Ausbildung
Neben Motorrad-Lackierungen realisierte er auch zahlreiche größere Aufträge, darunter Wandmalereien für die Wimitzbrauerei und die Neugestaltung eines Breakdance für den St. Veiter Wiesenmarkt. Eine spezielle Ausbildung für Airbrush-Künstler existiert nur in Deutschland. Zuschnig rät dazu, sich selbst mit dem Handwerk vertraut zu machen und vorhandenes Zeichentalent zu nutzen.
Einordnung
Zuschnigs Erfolg zeigt die wachsende Nachfrage nach individuellen Gestaltungsmöglichkeiten im Motorradzubehörsektor. Durch kreative Anpassungen und die Möglichkeit zur persönlichen Gestaltung von Motorrädern wird die Relevanz von Airbrush-Kunst in der Region verstärkt. Dies könnte zu einem Anstieg ähnlicher Projekte in der Zukunft führen.



Also ich muss sagen, dass ich echten Respekt vor so einem Handwerk hab. Mein Cousin hat sich vor zwei Jahren seine alte Honda mit so einem Totenkopf-Lackieren machen lassen und ich war echt sprachlos wie detailliert das aussah. 80 Stunden für ein Motorrad ist ja Wahnsinn, aber wenn man das Ergebnis sieht, versteht man den Aufwand. Ich find es auch stark dass er sich damals getraut hat vom Tischler zum Lackierer umzuschulen, das braucht schon Mut. Schade dass es in Österreich keine eigene Ausbildung dafür gibt, aber er zeigt ja dass man auch so weit kommen kann. Wenn ich mal genug Geld übrig hab, lass ich mir vielleicht auch was auf meinen Helm sprühen, die Flammen-Optik find ich schon geil.