Nachfrage nach Alltagsbegleitern im Bezirk Tulln steigt bis 2026 stark an

August 21, 2026 09:13
Nachfrage nach Alltagsbegleitern im Bezirk Tulln steigt bis 2026 stark an

Nachfrage nach Sozialer Alltagsbegleitung im Bezirk Tulln steigt

Im Bezirk Tulln haben von Jänner bis Juni 2026 durchschnittlich 112 Personen pro Monat die Soziale Alltagsbegleitung in Anspruch genommen. Insgesamt wurden rund 6.100 Einsatzstunden im ersten Halbjahr geleistet, unterstützt durch eine Förderung des Landes Niederösterreich in Höhe von etwa 230.300 Euro.

Die Aufgaben der Alltagsbegleiter sind äußerst vielfältig. Sie bieten Gesellschaft, führen Gespräche, lesen vor und animieren zu gemeinsamen Aktivitäten wie Spielen, Basteln und Kochen. Zudem helfen sie bei Besorgungen, begleiten zu Spaziergängen und organisieren kleine Unternehmungen. „Sie fördern soziale Kontakte und den Erhalt geistiger Fähigkeiten, motivieren aktiv zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und verringern Isolation“, betont Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Ziel ist es außerdem, pflegende Angehörige zu entlasten.

Die Mindesteinsatzdauer beträgt zwei Stunden. In der Regel können bis zu 20 Stunden pro Monat beziehungsweise 150 Stunden jährlich mit dem Land abgerechnet werden. Bei entsprechendem Bedarf sind auch bis zu 40 Stunden monatlich sowie 300 Stunden jährlich förderbar. Die betreuten Personen leisten einen Kostenbeitrag.

Die Soziale Alltagsbegleitung wurde 2018 als Pilotprojekt gestartet und befindet sich seit 2022 in der Regelfinanzierung. Niederösterreichweit ist die Zahl der geleisteten Stunden deutlich gestiegen: Waren es 2021 noch rund 40.500 Einsatzstunden, stiegen diese auf etwa 178.000 Stunden im Jahr 2024 und über 200.000 Stunden im Jahr 2025.

Um zusätzliche Fachkräfte zu gewinnen, unterstützt das Land die Ausbildung zur Sozialen Alltagsbegleitung mit 1.650 Euro. Dies soll sicherstellen, dass das Angebot auch weiterhin den Bedarf abdeckt.

Einordnung

Die steigende Nachfrage nach Sozialer Alltagsbegleitung verdeutlicht den wachsenden Bedarf an Unterstützung im Alltag für ältere Menschen. Dies ist relevant, da es sowohl die Selbstständigkeit der Betroffenen fördert als auch den Druck auf pflegende Angehörige verringert.

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