MINT-Bädertour 2026 bringt Wissenschaft in die Freibäder
Vom 27. Juli bis 13. August 2026 tourte das mobile MINT-Team durch die Bezirke Kirchdorf, Steyr-Land, Gmunden und Wels-Land und machte an 14 Freibädern Station. Über 700 Kinder, Jugendliche und Erwachsene konnten kostenlos experimentieren, knobeln und naturwissenschaftliche Phänomene entdecken.
Initiator der MINT-Bädertour ist Matthäus Radner, Geschäftsführer des Technologie- und Innovationszentrums (TIZ) Kirchdorf. Die Idee wurde als Ferialpraktikum für Schüler der Sekundarstufe II ausgeschrieben. Isabel Pürstinger und Amir Khodayar von der Handelsakademie Kirchdorf setzten sich aus zahlreichen Bewerbungen durch. Die beiden betreuten das Projekt eigenverantwortlich, von der Recherche und Konzeptentwicklung bis zur Umsetzung, unter punktueller Unterstützung des TIZ-Teams.
„Ich wollte keine klassische Ferialpraxis, sondern den Praktikanten die Möglichkeit geben, ein echtes Projekt zu realisieren – mit Planung, Entscheidungen und Umsetzung vor Ort. Isabel und Amir haben dies mit großem Engagement gemeistert“, so Radner.
MOBILE Pop-up-Erlebnisstationen präsentierten rund zehn verschiedene Experimente für unterschiedliche Altersgruppen. Der Zugang sollte niederschwellig sein: Einfache Knobel- und Geschicklichkeitsaufgaben öffneten das Gespräch, sodass die naturwissenschaftlichen und technischen Hintergründe der Experimente erklärt werden konnten. Pürstinger betont, dass das Lernen weitaus effektiver sei, wenn Kinder selbst herausfinden, warum etwas funktioniert.
Die Zielgruppe umfasste Besucher im Alter von vier bis zu Erwachsenen. Die Bädertour förderte somit nicht nur den Kinder- und Familienzusammenhalt, sondern ermöglichte auch individuell angepasste Erklärungen für verschiedene Altersgruppen, wie Khodayar feststellt.
Die Tour war flexibel gestaltet und die MINT-Stationen wurden auch bei schlechtem Wetter in Einkaufszentren und bei Stadtfesten genutzt. Aktive Routenplanung, Kontaktpflege, Genehmigungen und die Dokumentation der Ergebnisse gehörten zu den praktischen Erfahrungen der beiden Praktikanten.
Nach einer ersten Auswertung wurden während der Tour mindestens 700 Personen erreicht. Interessierte konnten über QR-Codes für zukünftige MINT-Angebote registriert werden, was langfristige Beziehungen aufbauen soll.
Einordnung
Die MINT-Bädertour unterstreicht den Ansatz, MINT-Inhalte niederschwellig und ortsnah zu vermitteln. Durch die Förderung frühzeitiger Kontakte zu Kindern und Familien mit diesen Themen wird ein Grundstein für zukünftige Bildungsangebote gelegt, um das Interesse an MINT-Ausbildungen und technischen Berufen zu steigern.


