René Benko steht im Herbst erneut vor Gericht in Innsbruck

August 26, 2026 09:32
René Benko steht im Herbst erneut vor Gericht in Innsbruck

Gerichtsverfahren gegen René Benko im Herbst

Der ehemalige Signa-Gründer René Benko muss sich in diesem Herbst in zwei weiteren Verfahren vor Gericht verantworten. Der erste Termin ist für den 22. September in Innsbruck angesetzt.

Im Fokus des ersten Verfahrens stehen Miet- und Betriebskostenvorauszahlungen für Benkos Anwesen auf der Hungerburg. Während das Landesgericht Innsbruck Benko in dieser Angelegenheit zunächst freigesprochen hatte, hob der Oberste Gerichtshof diesen Freispruch nun auf, was eine erneute Verhandlung zur Folge hat.

Neue Vorwürfe wegen Betrugs

Zusätzlich steht im Herbst ein weiteres Verfahren an. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft beschuldigt Benko unter anderem des schweren Betrugs zum Nachteil der Privatstiftung des Investors Hans-Peter Haselsteiner. In diesem Fall wird ein möglicher Schaden von rund fünf Millionen Euro beziffert.

Ein weiterer Punkt des Verfahrens betrifft ein Jagdgewehr im Wert von etwa 80.000 Euro, das Benko vor seinen Gläubigern verborgen haben soll. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Der Zusammenbruch von Signa wird mit einer Schadenssumme von über zehn Milliarden Euro als die größte Pleite der Zweiten Republik eingestuft. Benko befindet sich derzeit in Untersuchungshaft in Innsbruck.

Einordnung

Die neuen Verfahren könnten erhebliche rechtliche Konsequenzen für Benko haben und seine geschäftliche Zukunft stark beeinträchtigen. Dies könnte auch Auswirkungen auf die weitere rechtliche Aufarbeitung des Signa-Zusammenbruchs haben, der bereits Millionen von Euro an Schäden verursacht hat.

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