26-Jähriger aus Ferschnitz revolutioniert Immobilienbranche mit KI in Amstetten

August 27, 2026 08:53
26-Jähriger aus Ferschnitz revolutioniert Immobilienbranche mit KI in Amstetten

KI aus dem Mostviertel: 26-Jähriger entwickelt Software für die Immobilienbranche

FERSCHNITZ. Der 26-jährige Sascha Taschl hat mit seiner KI-Plattform ImmoEDI ein neues Unternehmen in der Immobilienbranche gegründet. Das Projekt startete im März 2026 und wurde aus der Renovierung seiner eigenen Wohnung heraus initiiert. Seitdem wurden mehr als 4.500 KI-Bildvarianten aus über 1.700 Immobilienfotos erstellt, die von Maklern und Immobilienunternehmen in Österreich und Deutschland genutzt werden.

Aus einem persönlichen Problem entstand eine Geschäftsidee

Die Idee zu ImmoEDI entstand während der Renovierungsarbeiten, als Taschl realistische Bilder fertigen wollte, um die Fertigstellung seiner Räume darzustellen. Die damals verfügbaren KI-Werkzeuge erfüllten jedoch seine Erwartungen nicht. „Alle Tools, die ich probiert habe, haben Fantasie-Bilder erzeugt: erfundene Möbel, veränderte Räume, falsche Größen“, erläutert Taschl.

In der Immobilienbranche ist eine Täuschung der Käufer durch falsche Darstellungen besonders problematisch. „Ein Immobilienfoto darf nicht täuschen“, sagt Taschl, weshalb die Plattform so konzipiert ist, dass wichtige Details wie Steckdosen, Fenster und Raumgrößen erhalten bleiben.

Das Foto wird verbessert, nicht die Immobilie verändert

ImmoEDI optimiert Bilder hinsichtlich Licht, Ordnung, Perspektive und Ausrichtung in etwa 30 Sekunden und bleibt dabei realistisch. „Wir machen das Foto besser, nicht die Immobilie anders“, erklärt Taschl das Konzept. Darüber hinaus ermöglicht die Plattform die digitale Aufbereitung alter oder schlecht lesbarer Grundrisse und bietet einen „Zauberstift“ für direkte Änderungen im Bild.

KI als Werkzeug für einen Nicht-Programmierer

Taschl, der selbst kein Programmierer ist, baute die Plattform mithilfe moderner KI-Werkzeuge. „KI ist bei ImmoEDI nicht nur Teil des Produkts – sie war auch das Werkzeug, mit dem ich das Unternehmen überhaupt aufbauen konnte“, so der Gründer. ImmoEDI hat aktuell über 80 Nutzer und rund 60 registrierte Accounts, die sowohl Einzelmakler als auch größere Immobilienunternehmen umfassen.

Vom Mostviertel in den deutschsprachigen Raum

Das Unternehmen wird weiterhin in Ferschnitz entwickelt. Taschl ist überzeugt, dass ein KI-Unternehmen kein Büro in Wien oder Berlin benötigt, sondern eine gute Idee, Internet und Ausdauer. Zukünftige Pläne umfassen unter anderem Teamzugänge für Agenturen und Schnittstellen zu Maklersoftware sowie die Visualisierung von Architekturplänen und virtuelles Room Staging.

Einordnung

Die Entwicklung von ImmoEDI zeigt einen signifikanten Fortschritt in der Immobilienvermarktung. Die Software ermöglicht eine effizientere und transparentere Präsentation von Immobilienbildern, ohne dass die Kosten für kleinere Maklerbudgets zum Hindernis werden. Dies könnte langfristig zu einer Demokratisierung der Immobilienvermarktung führen.

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