Fertigstellung der Waidegger Gailbrücke
Die neu errichtete Waidegger Gailbrücke wird am Freitag, den 18. September, eröffnet und ist ab diesem Datum für die Öffentlichkeit zugänglich.
Die Brücke ersetzt die vorherige Konstruktion, die bei den Hochwasserereignissen im Oktober 2018 in der Region Rattendorf kaum noch tragbar war. Die alte Brücke hatte vier Pfeiler und fünf schmale Felder, die bei Hochwasser das Risiko von Verklausungen erhöhten. Der Neubau kommt ohne Stützen im Flussbereich aus, was die Sicherheit im Hochwasserfall erheblich steigert.
Technische Details
Die Brücke ist als Stahl-Stabbogenbrücke der Brückenklasse I konzipiert. Sie hat eine Spannweite von 47,75 Metern und ist für eine Belastung von bis zu 60 Tonnen ausgelegt. Die Fahrbahnbreite beträgt 4,50 Meter.
Fundierung und Baukosten
Die Fundierung erfolgt durch insgesamt 16 Verdrängungspfähle aus duktilem Gusseisen, die jeweils eine Länge von etwa 20 Metern haben. Zudem bildet eine 24 Zentimeter umfassende Stahlbetonplatte die Grundlage für die mehrschichtige Fahrbahn. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 1,3 Millionen Euro, von denen 83 Prozent durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft und 17 Prozent durch die Gailinteressenten finanziert werden.
Beteiligte Unternehmen
Die Seiwald Bau GmbH aus Kötschach-Mauthen agiert als Generalunternehmer. Für die statisch-konstruktive Planung sowie Gutachten und Prüfleistungen ist das Ingenieurbüro Stranner ZT GmbH verantwortlich. Die geotechnischen Untersuchungen wurden vom Ingenieurbüro Tschernutter aus Villach durchgeführt.
Übergabe an die Gemeinde
Nach der Fertigstellung wird die Waidegger Gailbrücke in das Eigentum der Marktgemeinde Kirchbach übergehen, die auch für die künftige Instandhaltung zuständig sein wird. Die offizielle Eröffnung ist am Freitag, den 18. September, geplant.
Einordnung
Mit der neuen Brücke verbessert sich die Infrastruktur in der Region erheblich. Diese sichere Querung ist nicht nur für den Straßenverkehr von Bedeutung, sondern trägt auch zur Minderung von Hochwasserrisiken bei. Die Übertragung des Brückenbesitzes an die Gemeinde ermöglicht eine langfristige Verantwortung für deren Pflege und Instandhaltung.


