Bertelsmann setzt auf Wachstum nach starkem ersten Halbjahr 2026
Der deutsche Medienkonzern Bertelsmann hat nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr seine Jahresziele angehoben. Von Januar bis Juni stieg der operative Gewinn (bereinigtes EBITDA) um 4,9 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis wuchs um 45 Prozent auf 292 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.
Konzernchef Thomas Rabe betonte, dass Bertelsmann organisch um mehr als fünf Prozent gewachsen sei und das Wachstum in diesem Jahr beschleunigt habe. Er stellte fest, dass fast alle Geschäftsbereiche zu diesem positiven Ergebnis beigetragen hätten. Finanzchef Rolf Hellermann kündigte zudem eine Erhöhung der Prognose an, was durch den positiven Geschäftsverlauf und die Übernahme des Bezahl-Senders Sky Deutschland durch die RTL Group, eine Bertelsmann-Tochter, untermauert wird. Der bevorstehende Abschluss des Deals zur Zusammenführung des Musikgeschäfts BMG und Concord in den USA wird ebenfalls erwähnt.
Rabe, der seit 2012 im Amt ist, wird das Unternehmen Ende 2026 verlassen. Sein Nachfolger wird Thomas Coesfeld sein, der im Januar 2027 den Vorstandsvorsitz übernimmt. Coesfeld, 36 Jahre alt und Enkel des 2009 verstorbenen Firmengründers Reinhard Mohn, ist der erste Chef aus der Bertelsmann-Familie seit 1981.
Einordnung
Die erhöhten Jahresziele reflektieren das erfolgreiche Wachstum des Konzerns und die positiven Effekte der jüngsten Akquisitionen. Dies könnte zu einem signifikanten Einfluss auf die Marktposition von Bertelsmann in den kommenden Jahren führen.


