Indiens Wirtschaft wächst im Frühjahrsquartal um 7,8 Prozent
Indiens Wirtschaft hat im Frühjahrsquartal mit einem Wachstum von 7,8 Prozent auf Jahressicht die Erwartungen übertroffen. Dies geht aus am Montag veröffentlichten Regierungsdaten hervor.
Angetrieben von einem Investitionsboom, starker Industrieproduktion und solider Konsumnachfrage, übertrafen die Zahlen die Prognosen von Ökonomen, die von einem Zuwachs von 7,1 Prozent ausgegangen waren, sowie der indischen Zentralbank, die mit 7 Prozent rechnete.
Die privaten Investitionen stiegen um nahezu 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, nach einem Anstieg von 5,8 Prozent im gleichen Zeitraum. Die indische Wirtschaft war von Januar bis März um 8,6 Prozent gewachsen. Ministerpräsident Narendra Modi bezeichnete das Wachstum auf der Plattform X als „herkulesartige Leistung“.
Dennoch heben Experten Risiken hervor, die das Wachstum gefährden könnten. Insbesondere die hohen Ölpreise infolge des Konflikts zwischen den USA und dem Iran stellen eine Bedrohung dar, da Indien nahezu 85 Prozent seines Rohölbedarfs importiert. Eine schwache Rupie und straffere globale Finanzbedingungen könnten ebenfalls die wirtschaftlichen Aussichten trüben.
Einordnung
Das starke Wachstum könnte der indischen Regierung und der Zentralbank Rückenwind geben, gleichzeitig stellt der Anstieg der Ölpreise jedoch eine relevante wirtschaftliche Herausforderung dar. Die Möglichkeit von Zinserhöhungen wird in diesem Kontext ebenfalls diskutiert.


