Arbeitslosigkeit im Bezirk Bruck an der Leitha steigt
Im Bezirk Bruck an der Leitha hat die Arbeitslosigkeit Ende August 2026 im Vergleich zum Vorjahr signifikant zugenommen. Aktuell sind 1.487 Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) registriert, was einem Anstieg von 217 Personen oder 17,1 Prozent gegenüber August 2025 entspricht.
Frauen und ältere Arbeitnehmer betroffen
Besonders auffällig ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Frauen mit einem Plus von 22,9 Prozent im Vergleich zu 11,1 Prozent bei Männern. Die Generation der über 60-Jährigen ist stark betroffen, obwohl in dieser Altersgruppe auch die Beschäftigung von Frauen zunimmt. Christoph Gebert, neuer Leiter des AMS Bruck an der Leitha, weist darauf hin, dass der Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt für ältere Arbeitnehmer oft schwieriger ist, nachdem sie einen Arbeitsplatz verloren haben.
Steigende Zahl der Lehrstellensuchenden
Im Bezirk sind aktuell 59 Jugendliche auf der Suche nach einem Lehrplatz, was einem Anstieg von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das AMS verzeichnet typischerweise in den Monaten Juli und August den höchsten Stand an Lehrstellensuchenden. Gebert erklärt, dass das Ziel darin besteht, jungen Menschen Zugang zu attraktiven Ausbildungsperspektiven zu bieten. Sollte ein direkter Einstieg in einen Betrieb nicht möglich sein, stellt die Überbetriebliche Lehre eine wichtige Alternative dar.
Neue Ausbildungsrunde der Überbetrieblichen Lehre
Im September beginnt die nächste Ausbildungsrunde der Überbetrieblichen Lehre mit insgesamt 985 verfügbaren Ausbildungsplätzen in Lehrwerkstätten und -gängen in Niederösterreich. Die Situation auf dem Lehrstellenmarkt bleibt angespannt: 59 Lehrstellensuchende stehen 17 gemeldeten offenen Lehrstellen gegenüber. Positiv ist, dass 47 junge Menschen in diesem Jahr erfolgreich eine Lehrstelle oder einen Arbeitsplatz gefunden haben.
Einordnung
Die gestiegene Arbeitslosigkeit, insbesondere unter Frauen und älteren Arbeitnehmern, zeigt die Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt in der Region. Gleichzeitig bietet die Überbetriebliche Lehre potenziellen Lehrstellensuchenden wichtige Alternativen. Die Maßnahmen zur Förderung der beruflichen Ausbildung sind von entscheidender Bedeutung für die Zukunft der Jugendlichen und die regionale Wirtschaft.


