Kündigungen beim BFI Burgenland
Das Berufsförderungsinstitut (BFI) Burgenland hat 64 Mitarbeiter bei der Frühwarnmeldung des AMS angemeldet. Dies betrifft nahezu die Hälfte der etwa 140 Beschäftigten in der gesamten Region Burgenland.
Laut Geschäftsführer Jürgen Grandits sind im Nordburgenland 24 Mitarbeiter betroffen, während der Rest auf die Standorte im Mittel- und Südburgenland verteilt ist. Die kurzfristige Auftragsvergabe sowie die spezielle Situation in der überbetrieblichen Lehrausbildung werden als Hauptgründe für diese Maßnahme genannt.
Grandits äußerte, dass viele Ausschreibungen mittlerweile jährlich stattfinden, was eine langfristige Planung erschwere. Zudem beteiligten sich zunehmend private Einrichtungen an den Ausschreibungen im Burgenland. Auch die langen Kündigungsfristen langjähriger Mitarbeiter stellen eine Herausforderung dar, erklärt der Geschäftsführer.
Problematik der überbetrieblichen Lehre
Bisher hat das BFI die überbetriebliche Lehre für rund 100 Jugendliche aus Eisenstadt und Neusiedl am See organisiert. Aufgrund eines Einspruchs der Wirtschaftskammer Burgenland musste die Ausschreibung des Vergabeverfahrens erneut angefochten werden. Die dritte Ausschreibung läuft derzeit, eine Entscheidung wird für Mitte September erwartet.
Zahl der Kündigungen könnte sich ändern
Die endgültige Zahl der Kündigungen könnte sich je nach Vergabeverfahren verringern. Sollten offene Ausschreibungen zugunsten des BFI entschieden werden, ist es möglich, dass einige Kündigungen zurückgezogen werden. Grandits betont, dass persönliche Gespräche mit den betroffenen Mitarbeitern geführt wurden und dass die interne Stimmung angespannt, aber transparent sei.
Einordnung
Die aktuelle Situation am BFI Burgenland verdeutlicht die Schwierigkeiten der Institution, sich an die sich schnell ändernden Rahmenbedingungen anzupassen. Die Unsicherheit im Bereich der überbetrieblichen Lehre und die kurzfristige Auftragsvergabe könnten erhebliche Auswirkungen auf die Beschäftigungslage im Burgenland haben.


