Angriff auf Umspannwerk in Brandenburg
Ein Angriff auf ein Umspannwerk am Kohlekraftwerk Jänschwalde in Brandenburg hat am Dienstagmorgen für Schäden gesorgt. Mehrere unkonventionelle Brand- und Sprengvorrichtungen wurden entdeckt, von denen einige explodierten.
Nach Angaben des Brandenburger Polizeipräsidiums wurde eine Sprengvorrichtung an der Leitung gefunden, die jedoch nicht detonierte. Der Block B des Kraftwerks mit 500 Megawatt wurde vorübergehend abgeschaltet, die Betreiber hoffen, ihn im Laufe des Tages wieder ans Netz zu bekommen. Ein Zusammenhang zwischen dem Ereignis und dem Leitungsausfall wird geprüft.
Die Polizei stuft den Vorfall als ernst ein. Es gab keine Gefahr für die Bevölkerung. Laut Netzbetreiber 50Hertz fand der Anschlag am Dienstagmorgen statt. Zuvor waren selbstgebaute Flugkörper eingesetzt worden, die handelsüblichen Silvesterraketen ähnelten.
Ministerpräsident Dietmar Woidke äußerte sich ernsthaft zu den Angriffen auf die kritische Infrastruktur und betonte die Notwendigkeit, diese zu schützen. Er lobte die besonnene Reaktion der Beschäftigten und wies darauf hin, dass Sicherheitseinrichtungen intensiv an der Aufklärung des Vorfalls arbeiten.
Einordnung
Der Vorfall verstärkt die Bedenken bezüglich der Sicherheit kritischer Infrastrukturen in Deutschland. Die steigende Häufigkeit derartiger Angriffe könnte weitreichende Auswirkungen auf die öffentliche Sicherheit und das Vertrauen in die Versorgungssysteme haben.


