Hellweg schließt alle Filialen in Österreich
Die insolvente Baumarktkette Hellweg hat alle ihre Filialen in Österreich, einschließlich der Niederlassung in Ried, geschlossen. Zuletzt waren in Ried rund 20 Mitarbeiter beschäftigt.
Die Insolvenz von Hellweg wurde im Juni 2026 angemeldet. Bereits Mitte August dieses Jahres schlossen die Standorte Graz-Raaba und Fürstenfeld. Teile der Ausstattung und des Inventars wurden auf der Auktionsplattform „Aurena“ versteigert. Mit dem Schließen der Filiale in Ried beendet das Unternehmen seine Präsenz an weiteren Standorten. Laut Hellweg wurde beim Landesgericht Linz ein Antrag auf insolvenzgerichtliche Schließung der Standorte Ried im Innkreis, Graz-Eggenberg, Straßwalchen und Kirchdorf an der Krems gestellt.
Verhandlungen mit potenziellem Investor laufen
Von der Schließung der vier Standorte sind insgesamt rund 116 Mitarbeiter betroffen, darunter etwa 20 in Ried. Gegenwärtig führt das Unternehmen Gespräche mit einem potenziellen Investor, um eine Fortführung der vier Standorte mit eigenem Warenbestand und die Übernahme der Belegschaft zu ermöglichen.
Ende einer Ära
Der Hellweg-Baumarkt in der Grillparzerstraße in Ried blickt auf eine jahrzehntelange Geschichte zurück. Die Marke Baufreund wurde 1994 von Hellweg übernommen. Der Markt erlebte im Oktober 2019 nach umfassenden Umbau- und Erweiterungsarbeiten eine große Wiedereröffnung.
Einordnung
Die Schließung der Hellweg-Filialen in Österreich markiert das Ende der Präsenz einer Traditionsmarke. Für die rund 116 betroffenen Mitarbeiter hat dies unmittelbare Auswirkungen auf ihre Beschäftigung, während die Verhandlungen mit dem potenziellen Investor möglicherweise eine Zukunft für die Standorte bieten könnten.


