Selenskyj sieht Möglichkeit für Friedensverhandlungen vor dem Winter
Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj deutet nach der letzten Reise US-amerikanischer Vertreter nach Moskau und Kiew ein potenzielles Fenster für Friedensverhandlungen noch vor dem Winter an.
Selenskyj äußerte, dass Kremlchef Wladimir Putin mit einem neuen, brutalen Winter rechne, um die Ukraine zu schwächen. Gleichzeitig wolle Putin US-Präsident Donald Trump nicht vor den Zwischenwahlen im November verärgern. In einem Interview mit dem Nachrichtenportal Axios erklärte Selenskyj, dass er darauf hoffe, dass die Gespräche bald wieder aufgenommen werden.
Selenskyj berichtete von Gesprächen zwischen Putin und den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner. Konkrete Ergebnisse dieser Gespräche wurden bislang nicht bekanntgegeben. Er verwies auf die Möglichkeit, die Deeskalation der Lage vor dem Winter anzugehen, war allerdings skeptisch gegenüber den Absichten Moskaus.
Er betonte, dass Russland den Winter nutzen könnte, um den Druck auf die Ukraine zu erhöhen, und forderte die internationale Aufmerksamkeit auf die Möglichkeiten, die Kiew hätte, um wirtschaftlichen Druck auf Russland auszuüben. „Wir haben den September und Oktober, um zu reden“, sagte Selenskyj, und betonte die Notwendigkeit eines Dialogs.
Einordnung
Die Bemühungen um Friedensverhandlungen könnten in den kommenden Wochen an Intensität gewinnen, was die geopolitische Spannung in der Region beeinflussen könnte. Ein einberufener Dialog könnte möglicherweise vor dem Winter eine Deeskalation herbeiführen, was für die Stabilität in der Ukraine und der gesamten Region von Bedeutung wäre.


