Steigende Gesundheitsausgaben in Österreich bis 2024
Die Gesundheitsausgaben in Österreich sind zwischen 2015 und 2024 um 60 Prozent auf 52,1 Milliarden Euro gestiegen. Dies geht aus einem aktuellen Bericht des Budgetdienstes des Parlaments hervor.
Der Anstieg übersteigt das nominelle Bruttoinlandsprodukt, das in der gleichen Zeitraum um 44,4 Prozent gewachsen ist. Die Entwicklung umfasst sowohl öffentliche als auch private Ausgaben, wobei die Ausgaben für medizinische Güter um 42,9 Prozent und die Ausgaben für die spitalsambulante Versorgung sogar um 143,5 Prozent zugenommen haben.
Im Jahr 2024 beliefen sich die rein öffentlichen Ausgaben auf 39,5 Milliarden Euro, was etwa 15 Prozent der gesamten Staatsausgaben entspricht. Die privaten Ausgaben stiegen im selben Zeitraum um 46,3 Prozent. Damit zeigt sich, dass die öffentliche Hand in den letzten Jahren einen höheren Anstieg verzeichnete als die privaten Gesundheitsausgaben.
Ein weiterer Faktor für den Anstieg der Gesundheitsausgaben sind demografische Veränderungen. Der Bericht hebt hervor, dass der allgemeine Anstieg der Staatsausgaben, teilweise bedingt durch demografieabhängige Bereiche, auch den Gesundheitssektor betrifft. Prognosen deuten darauf hin, dass die Ausgaben 2025 auf 61,3 Milliarden Euro ansteigen könnten, was einem Plus von 3,5 Milliarden Euro, oder 6,1 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Einordnung
Die steigenden Gesundheitsausgaben unterstreichen den Reformbedarf im österreichischen Gesundheitssystem. Insbesondere die Finanzierung zeigt verworrene Strukturen, die Ineffizienzen hervorrufen. Eine umfassende Gesundheitsreform könnte notwendig sein, um die finanziellen Ströme zu entflechten und Planung sowie Finanzierung zu optimieren.


