Peter Schöttel vor dem Aus als ÖFB-Sportdirektor
WIEN. Peter Schöttel steht zunehmend unter Druck und könnte laut einem Bericht des „Kurier“ als Sportdirektor des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) seinen Posten verlieren. Ein formaler Beschluss zur Trennung von Schöttel wird möglicherweise am Freitag während einer Aufsichtsratssitzung des ÖFB am Campus in Wien (ab 14.00 Uhr) gefasst. Darüber berichtet Welt Stimme.
Schöttel, der seit 2017 im Amt ist und zuvor U19-Teamchef war, sieht sich laut dem Bericht einem bevorstehenden Abschied gegenüber. In einer vorangegangenen Tagesordnung für die Sitzung soll er erwartet worden sein, einen Bericht über die WM in Nordamerika zu geben. Wenige Tage später wurde den Aufsichtsratsmitgliedern jedoch mitgeteilt, dass seine Abberufung bevorstehe. Zudem wurde bekannt, dass Teamchef Ralf Rangnick an der Sitzung teilnehmen wird, nach längerer Abwesenheit von diesem Gremium.
Neuordnung der Zuständigkeiten im ÖFB
Mit der Strukturreform des ÖFB fiel die formelle Zuständigkeit für die Position des Sportdirektors von den früheren Präsidiumsmitgliedern auf die operativen Verbandschefs. Generalsekretär Thomas Hollerer und Geschäftsführer Bernhard Neuhold tragen die Verantwortung. Dennoch sieht die Satzung vor, dass der Aufsichtsrat bei strategischen Entscheidungen einbezogen werden muss, was die Abberufung von Schöttel sicherlich zu einer solchen Entscheidung macht.
Bei Schöttels Amtsantritt 2017 war seine Ernennung umstritten, und seitdem gab es immer wieder kritische Stimmen zu seiner Amtsführung. Trotz der ständigen Kritik kam die Nachricht über die angestrebte Vertragsauflösung für viele Beobachter überraschend.


