Benjamin Karl nach Comeback-Kritik: „Der Hass lässt mich nicht kalt“
Der österreichische Snowboard-Olympiasieger Benjamin Karl hat Anfang September 2026 sein Comeback im Parallel-Snowboard bekannt gegeben. Ursprünglich plante der 40-Jährige, nach dem vergangenen Winter zurückzutreten, um sich stärker auf seine Karriere im Radsport zu konzentrieren. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die Entscheidung, zurückzukehren, wurde innerhalb des Österreichischen Skiverbands (ÖSV) nicht einheitlich begrüßt. Teamkollegen wie Andreas Prommegger und Alexander Payer äußerten Bedenken und befürchten, dass die Teamchemie gefährdet sein könnte.
Kritik in sozialen Medien beschäftigt Karl
Neben den Vorbehalten aus dem Team sieht sich Karl auch in den sozialen Medien mit massiver Kritik konfrontiert. „Social Media ist schon die Härte mit all den Kommentaren, die jeder, anonym oder nicht, unter ein Posting stellen kann – ob es damit zu tun hat oder nicht“, erklärte er in einem Gespräch mit der „Tiroler Tageszeitung“.
Zusätzlich beschäftigt er sich mit den Reaktionen auf seine Aussagen im Podcast „Mindgames“. Dort sprach Karl über die Rollenverteilung in seiner Familie, was ihm zahlreiche kritische Kommentare einbrachte. „Ich würde mir wünschen, dass mir die Leute manchen Fehltritt verzeihen können. Der Shitstorm, der Hass, lässt mich nicht kalt. Aber ich habe gelernt, damit umzugehen“, so der Olympiasieger.
Familie hat gemeinsamen Weg gefunden
In seiner Familie haben sich die Ziele im Laufe der Zeit verändert. Karl betont die Wichtigkeit, als Familie einen gemeinsamen Weg zu finden und erklärte: „Über die Zeit entwickelt sich der Mensch und damit auch seine Ziele. Dann gilt es, diese wieder zu synchronisieren.“ Der Dialog mit seiner Frau Nina sei wichtig, und er sei dankbar, dass sie diese Herausforderungen gemeinsam meistern.
Karl will junge Teamkollegen unterstützen
Trotz der Bedenken von Prommegger und Payer beabsichtigt Karl nicht, Konflikte innerhalb des Teams zu schüren. Vielmehr möchte er zu einem positiven Teamklima beitragen und die jüngeren Teamkollegen unterstützen. „Ich will zum positiven Teamklima beitragen und versuchen, die Jungen zu unterstützen“, versicherte er, und nannte dabei seinen Freund und Teamkollegen Arvid Auner.
Mit diesen Vorhaben setzt der Niederösterreicher seine Karriere im Parallel-Snowboard fort, obwohl er ursprünglich eine Rückkehr ausgeschlossen hatte.

