Russischer Militärgeheimdienstler steht im Verdacht, hinter Leipziger Drohnenangriff zu stecken

September 12, 2026 16:44
Russischer Militärgeheimdienstler steht im Verdacht, hinter Leipziger Drohnenangriff zu stecken

Ermittlungen zum gescheiterten Drohnenanschlag auf Flughafen Leipzig/Halle

Die Ermittlungen zu einem gescheiterten Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle führen zum russischen Militärgeheimdienst GRU. Laut einem Bericht der „Welt am Sonntag“ soll ein mutmaßlicher GRU-Mitarbeiter als Logistiker der Operation identifiziert worden sein. Der Verdächtige ist russischer Herkunft und soll die Vorbereitung des Anschlags organisiert haben.

Der Mann reiste über die Türkei nach Deutschland ein und verließ das Land später über den Flughafen Berlin-Brandenburg in Richtung Serbien. Bei seiner Einreise war den Ermittlern seine Verbindung zum Geheimdienst bekannt, eine Observation fand jedoch nicht statt. Der Verdächtige befindet sich derzeit wieder in Russland. Die russische Regierung weist jegliche Beteiligung zurück.

Am Abend des 4. August wurde auf dem Flughafen Leipzig/Halle eine mit Sprengstoff beladene Drohne in der Nähe einer ukrainischen Antonow-Transportmaschine entdeckt und entschärft. Darüber hinaus wurden zwei weitere Drohnen sichergestellt. Die Hinweise auf die Verdächtigen basieren unter anderem auf der Konfiguration der Drohnen, der Art des Sprengstoffs sowie der verwendeten Zündtechnik, die aus anderen hybriden Operationen Russlands bekannt sind.

Die deutsche Regierung machte Russland Anfang September offiziell für den Vorfall verantwortlich und schloss unter anderem das russische Generalkonsulat in Bonn. Als Reaktion darauf schloss Moskau mehrere deutsche Kulturinstitute in Russland. Deutschland und die NATO unterstützen die Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen Russland.

Einordnung

Die Feststellung, dass der Anschlag von einem GRU-Mitarbeiter organisiert wurde, verstärkt die Spannungen zwischen Deutschland und Russland. Der Vorfall könnte die diplomatischen Beziehungen weiter belasten und führt zu anhaltenden sicherheitspolitischen Konsequenzen in der Region.

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