Tirol führt Recht auf Kinderbetreuung ab dem 2. Lebensjahr ein
Die Tiroler Landesregierung hat das Recht auf Vermittlung eines Kinderbetreuungsplatzes ab dem zweiten Lebensjahr umgesetzt. Am Samstag wurde in einem Landecker Kindergarten bekannt gegeben, dass 11.600 Kinder über die Online-Plattform „Frida“ angemeldet wurden, um Betreuungsplätze in den Gemeinden zu erhalten.
Der Start des Vorhabens geht auf die Koalitionsvereinbarung von 2022 zurück, bevor 2024 die Umsetzungsphase begann. Die Plattform „Frida“ ging Ende 2025 online. Ab Montag, mit dem Beginn des Schuljahres, wird nun das „Recht auf Kinderbildung und Kinderbetreuung“ in Kraft treten. Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) bezeichnete dies als wichtigen Schritt, da an diesem Punkt 96 Kinder ganzjährig im Kindergarten „Angedair“ betreut werden.
Mattle betonte, dass dieses neue Recht den Eltern Wahlfreiheit biete und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessere. Das Projekt wurde sorgfältig vorbereitet, um einen reibungslosen Einstieg in den Betreuungsalltag zu gewährleisten.
Landeshauptmannstellvertreter Philip Wohlgemuth (SPÖ) hob hervor, dass mit diesem Projekt konkrete Verbesserungen für die Familien geschaffen werden. Es soll eine faire und gerechte Betreuung gewährleistet werden, die zur Chancengleichheit führt.
Bildungslandesrätin Cornelia Hagele (ÖVP) wies darauf hin, dass bis 2030 ein einheitliches System für die Kinderbetreuung angestrebt wird. Im Kindergarten Angedair wird mit der neuen Einrichtung die Infrastruktur für das Betreuungskonzept bereitgestellt.
Einordnung
Das neu eingeführte Recht auf Kinderbetreuung ermöglicht es Eltern, ihre Kinder ab dem zweiten Lebensjahr in die Betreuung zu geben, was deren familiäre und berufliche Vereinbarkeit verbessert. Langfristig soll ein einheitliches System entstehen, das die Qualität und Kosten der Betreuung reguliert.


