Rainbows feiert 30 Jahre Unterstützung für Kinder in Krisensituationen
Die Organisation „Rainbows“ in Österreich feiert 30 Jahre flächendeckende Unterstützung für Kinder, die unter den Folgen von Scheidungen oder dem Verlust eines Elternteils leiden. Zur Feier des Jubiläums gaben Dagmar Bojdunyk-Rack und Sarah Eggert-Rainer ein Interview über die Arbeit und die Herausforderungen, mit denen die Kinder konfrontiert sind.
Über 40.000 Kinder in Österreich haben seit der Gründung von „Rainbows“ Unterstützung erhalten. Bojdunyk-Rack erläutert, dass die Organisation 1983 in den USA von Suzy Yehl ins Leben gerufen wurde, nachdem sie feststellte, dass es an Angeboten für Kinder mangelte. In Österreich brachte der Jesuitenpater Rudi Kutschera das Konzept 1991 nach Graz, Leoben und Wien. Heute ist die Organisation in allen neun Bundesländern aktiv und wurde als Tochterunternehmen von „LebensGroß“ neu strukturiert.
Bojdunyk-Rack, die lange im Projekt tätig war, beschreibt, wie die Arbeit mit den Kindern ihr einen tiefen Einblick in deren Lebensrealitäten vermittelte. Ihre Nachfolgerin Eggert-Rainer hebt hervor, dass „Rainbows“ die Bedeutung von Empathie in der Unterstützung unterstreicht. Beide betonen, dass es wichtig sei, die Kinder in ihrem Schmerz ernst zu nehmen und die Rolle der Väter in den Unterstützungsgruppen zu stärken.
Bei traumatologischen Ereignissen, wie dem Tod eines Elternteils, vergleicht Eggert-Rainer die Trauer mit der Trauer nach einer Trennung. Sie erklärt, dass die Kinder oft schneller mit ihrer Trauer umgehen können als Erwachsene. „Rainbows“ bietet den betroffenen Kindern Hilfe an, um Handlungsfähigkeit und Ressourcen wiederherzustellen.
Einordnung
Die Arbeit von „Rainbows“ hat sich über die Jahre weiterentwickelt, indem sie gesellschaftliche Veränderungen integrierte. Die Organisation bleibt relevant, indem sie eine inklusive Definition von Familie propagiert und aktiv an der emotionalen Unterstützung der Kinder in schwierigen Lebensphasen arbeitet. Der anhaltende Bedarf an solchen Unterstützungsangeboten zeigt die Relevanz und Notwendigkeit von „Rainbows“ in der österreichischen Gesellschaft.


