50 Minuten zur AHS: Schwierige Erreichbarkeit in Österreichs Schulen im Fokus

September 14, 2026 16:44
50 Minuten zur AHS: Schwierige Erreichbarkeit in Österreichs Schulen im Fokus

Österreich: Regionale Unterschiede in der Erreichbarkeit von Schulen

Eine aktuelle Studie zeigt erhebliche Unterschiede in der Erreichbarkeit österreichischer Schulen, insbesondere im ländlichen Raum. Das Schuljahr 2024/25 begann am Montag in Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, der Steiermark, Tirol und Vorarlberg, eine Woche nach dem Beginn im Osten des Landes. „Foresight“, „ORF“ und „APA“ analysierten die Erreichbarkeit öffentlicher Schulstandorte.

Die Untersuchung basierte auf den kürzesten Autofahrzeiten vom geografischen Mittelpunkt jeder Gemeinde und wurde mithilfe von „OpenStreetMap“ berechnet. Die Ergebnisse spiegeln keine individuellen Schulwege wider.

50 Minuten Fahrzeit in vier Gemeinden

Die Fahrt zur nächsten allgemeinbildenden höheren Schule (AHS) nimmt in Kaisers, Steeg und Sölden in Tirol sowie im Lesachtal in Kärnten mehr als 50 Minuten in Anspruch. Im Vergleich der Bundesländer hat Kärnten mit durchschnittlich 18 Minuten die längste Fahrzeit, gefolgt von Tirol mit 17,7 Minuten. Bei den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) erreichen ebenfalls vier Gemeinden die Marke von 50 Minuten, darunter auch Dorfstetten in Niederösterreich.

Volksschulen meist schnell erreichbar

Für Mittelschulen sind die Wege deutlich kürzer: Die durchschnittliche Autofahrzeit beträgt österreichweit 6,3 Minuten. Volksschulen sind in 1.899 Gemeinden verfügbar, wobei lediglich in Radmer, Steiermark, die Fahrzeit über 22 Minuten liegt.

Der Unterschied zwischen städtischen und ländlichen Gebieten zeigt sich besonders bei höheren Schulen: Die Fahrt zur nächsten AHS oder BHS aus ländlichen Gemeinden dauert im Schnitt mehr als 18 Minuten, während in Städten die Fahrzeit bei knapp über 7 Minuten liegt. Diese Unterschiede bestehen auch im öffentlichen Verkehr, insbesondere bei Schulen der Oberstufe, wie die ÖROK-Erreichbarkeitsanalyse zeigt.

Einordnung

Die Ergebnisse verdeutlichen die Herausforderungen der Schulwege in ländlichen Gemeinden und die Ungleichheit in der Erreichbarkeit von Bildungseinrichtungen. Dies hat Auswirkungen auf die Chancengleichheit und die Bildungsergebnisse in verschiedenen Regionen Österreichs.

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