Lehrstellenmarkt im Bezirk Deutschlandsberg unter Druck
Das Arbeitsmarktservice (AMS) Deutschlandsberg berichtet von einem Mangel an Ausbildungsplätzen für Jugendliche im Bezirk. Im August standen 67 Lehrstellensuchenden lediglich 33 sofort verfügbare Lehrstellen gegenüber.
Hartmut Kleindienst, Regionalstellenleiter des AMS, erklärt, dass die Verfügbarkeit von Lehrplätzen im Vergleich zum Vorjahr drastisch gesunken ist. Bis vor rund einem Jahr habe es immer doppelt so viele Lehrstellen wie Suchende gegeben. Diese Trendwende ist in den letzten drei bis vier Monaten deutlich zu spüren.
Ein Vergleich mit dem Vorjahr zeigt eine Erhöhung der Lehrstellensuchenden um 17,5 Prozent, während die Zahl der offenen Lehrstellen um 19,5 Prozent zurückgegangen ist. Kleindienst verweist darauf, dass mit dem Schulbeginn im September in der Regel ein weiterer Anstieg der Lehrstellensuchenden zu erwarten ist, da viele Jugendliche zu diesem Zeitpunkt eine Neuorientierung vornehmen.
„Wichtig ist aber auch anzumerken, dass wir immer eine hohe Fluktuation bei den neuen Lehrstellensuchenden haben.“
Hartmut Kleindienst, AMS Deutschlandsberg
Kleindienst führt die erhöhte Zahl an Suchenden auf eine bessere Wahrnehmung des AMS zurück, das durch zahlreiche Initiativen präsenter ist. Viele Jugendliche, die sich zuvor nicht registriert hätten, melden sich nun an. Dennoch ist die aktuelle Situation herausfordernd, da sich viele junge Menschen erst bei erfolgloser Suche um einen Platz an das AMS wenden.
„Wir hoffen, dass sich die wirtschaftliche Situation verbessert.“
Hartmut Kleindienst
Einordnung
Die drastische Veränderung auf dem Lehrstellenmarkt im Bezirk Deutschlandsberg zeigt sich durch ein Missverhältnis zwischen der Anzahl der Suchenden und der verfügbaren Ausbildungsplätze. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf die Berufsperspektiven vieler junger Menschen und erfordert dringende Maßnahmen, um Unternehmen zur Ausbildung von Lehrlingen zu bewegen.


