Pflegelehre bei der KAGes: Junge Steirer starten früh in den Pflegeberuf

September 22, 2026 06:23
Pflegelehre bei der KAGes: Junge Steirer starten früh in den Pflegeberuf

KAGes startet neues Ausbildungsjahr für Pflegelehrlinge

Von 2024 an bildet die KAGes Jugendliche im Rahmen der Pflegelehre aus. Vergangene Woche haben die neuen Lehrlinge im Simulationszentrum Hörgas ihr erstes Ausbildungsjahr begonnen.

In der Steiermark und ganz Österreich wächst der Bedarf an qualifiziertem Pflegepersonal kontinuierlich. Aufgrund der stark steigenden Nachfrage nach Ausbildungsplätzen plant die KAGes, ihr Angebot weiter auszubauen. Die Pflegelehre ermöglicht es Jugendlichen, direkt nach der Pflichtschule eine Ausbildung zu beginnen. Derzeit starten 15 Lehrlinge in den Einrichtungen LKH Graz II, Weiz und dem Landespflegezentrum Mürzzuschlag ihre Ausbildung zur Pflegeassistenz oder Pflegefachassistenz.

Die Ausbildung zur Pflegeassistenz dauert drei Jahre und die zur Pflegefachassistenz vier Jahre, wobei beide Wege mit der Matura kombiniert werden können. Die theoretischen Inhalte werden am Standort Bad Radkersburg vermittelt.

Ein zentrales Element der Ausbildung findet im Simulationszentrum statt, da die Lehrlinge erst ab 17 Jahren direkt mit Patienten arbeiten dürfen. Wichtige pflegerische Abläufe, Hygiene und Dokumentation werden in einem geschützten Umfeld eingeübt. KAGes-Pflegedirektorin Eveline Brandstätter betont die Bedeutung eines sicheren Raums für die Lehrlinge, um praktisches Lernen zu ermöglichen.

Die angehenden Pflegekräfte Katharina Fratnik und Emir Dzambic wünschen sich von ihrer Lehre Einblicke in verschiedene Fachgebiete. Die hohe Nachfrage spiegelt sich in der Bewerberzahl wider: Auf vier Ausbildungsplätze in Weiz gab es zuletzt 36 Bewerbungen. Die KAGes plant die schrittweise Erweiterung der Pflegelehre. Ein Feststellungsverfahren am LKH Hochsteiermark ist im Gange, mit einem möglichen Start der Pflegelehre dort ab 2027.

Einordnung

Die Einführung der Pflegelehre durch die KAGes stellt eine bedeutende Entwicklung im Gesundheitssektor dar. Angesichts des steigenden Bedarfs an Pflegekräften wird damit eine frühzeitige Qualifizierung junger Menschen gefördert, um den Herausforderungen im Pflegebereich effizient begegnen zu können.

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