Neue Euro-Banknoten ab den 2030er Jahren geplant
Die Europäische Zentralbank (EZB) gibt bekannt, dass die neuen Euro-Banknoten ab Anfang der 2030er Jahre schrittweise eingeführt werden sollen. Der EZB-Rat will bis Ende des Jahres über das endgültige Design entscheiden.
In die Gestaltung der kommenden Banknoten fließt das Votum von nahezu zehn Millionen Bürgerinnen und Bürgern ein, die an einer Online-Umfrage teilgenommen haben. EZB-Präsidentin Christine Lagarde bezeichnete die Teilnahme als wichtigen Schritt im Gestaltungsprozess.
Die EZB hat zwei Themen für die Motive der Banknoten ausgewählt. Für das Thema „Europäische Kultur“ werden unter anderem Persönlichkeiten wie Ludwig van Beethoven und Marie Curie auf der Vorderseite abgebildet, während die Rückseite Darstellungen von Straßenkünstlern zeigt. Das Thema „Flüsse und Vögel“ legt den Fokus auf die Vielfalt der europäischen Ökosysteme und zeigt auf der Rückseite europäische Institutionen wie das Europäische Parlament.
Zusätzlich werden die neuen Banknoten sicherheitsoptimiert, um die Herstellung von Falschgeld zu erschweren. Umweltaspekte sollen ebenfalls berücksichtigt werden, indem die Lebensdauer der Scheine verlängert wird, und die Banknoten sollen besser für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen erkennbar sein.
Die ersten Euro-Banknoten wurden am 1. Januar 2002 eingeführt. Seit Mai 2019 ist die zweite Generation der Banknoten mit neuen Sicherheitsmerkmalen vollständig im Umlauf. Der Euro dient rund 358 Millionen Menschen in 21 EU-Ländern als Zahlungsmittel.
Einordnung
Die Neugestaltung der Euro-Banknoten dient nicht nur der Sicherheit, sondern auch der kulturellen Repräsentation. Dies führt zu einer stärkeren Identifikation mit der europäischen Gemeinschaft und reflektiert die Vielfalt und Stabilität der EU.


