Verkauf des Lenzing-Werks in Heiligenkreuz: Interessenten aus In- und Ausland
Im Oktober beginnt die Angebotslegung für das Lenzing-Werk in Heiligenkreuz, mit dem Ziel, noch vor Jahresende einen Käufer zu finden.
Der Mutterkonzern in Oberösterreich hat bereits über 30 Interessenten registriert, wie diese Woche von den „Oberösterreichischen Nachrichten“ berichtet wurde. Heiligenkreuz-Geschäftsführer Bernd Zauner bestätigte, dass Mitte Oktober wirtschaftliche Basisdaten über den Standort an ernsthafte Interessenten bereitgestellt werden. Die Interessierten werden eingeladen, unverbindliche Angebote abzugeben, woraufhin direkte Gespräche folgen sollen.
Der Vorstand strebt an, noch vor Jahresende konkrete Verhandlungen mit einem Investor zu führen. Zauner informierte sowohl die Kunden als auch die Mitarbeiter über den Zeitplan. „Wir arbeiten intensiv daran, einen neuen Eigentümer zu finden, dessen Name bis Jahresende bekannt sein soll. Wir setzen alles daran, eine Fortführung zu gewährleisten“, sagte Zauner.
Im Juli kündigte Lenzing an, die Produktion im Lyocell-Werk in Heiligenkreuz, wo 320 Mitarbeiter beschäftigt sind, bis Ende 2026 einzustellen. Der Konzern plant, sich verstärkt auf die Herstellung von Vliesstoffen und Zellstoff zu konzentrieren und die weniger margenstarke Produktion von Textilfasern in Heiligenkreuz zurückzufahren.
Einordnung
Die Schließung des Standorts in Heiligenkreuz verändert die Produktionslandschaft von Lenzing erheblich. Angesichts des rauen Wettbewerbs auf den internationalen Märkten wird die Verlagerung auf margenstärkere Produkte als notwendig erachtet. Dies könnte langfristige Auswirkungen auf Beschäftigung und lokale Wirtschaft haben.


