Rückgang der Alpineinsätze im Sommer
Von 1. Mai bis 31. August 2025 wurden im Bereich der alpinen Einsätze 199 Notfälle registriert, wobei 170 Personen verletzt wurden und zwei Menschen starben. Im Vergleich zum Sommer 2025, als es 211 Einsätze gab, zeigt sich ein Rückgang von zwölf Fällen, wie Roland Groll, Leiter der Alpinen Einsatzgruppe NÖ Süd, mitteilt.
Die Zahl der tödlichen Unfälle verringerte sich ebenfalls: von vier auf zwei. Gleichzeitig stieg die Anzahl der unverletzten Personen, die in Bergnot gerieten, von 45 im Vorjahr auf 66 in diesem Jahr – ein Anstieg von knapp 47 Prozent. Groll führte dies auf vermehrtes Verirren, Versteigen, Erschöpfung und unzureichende Ausrüstung zurück.
Bei Einsätzen, die durch grob fahrlässiges Verhalten verursacht wurden, fordert die Polizei einen Kostenersatz. In diesem Sommer wurden sieben Kostenvorschreibungen ausgestellt, im Vorjahr waren es zwölf. Die Suche nach vermissten Personen im alpinen Gelände reduzierte sich von acht auf fünf Einsätze.
Die Zahlen der Einsätze nach Sportarten zeigen: Wandern und Bergsteigen zählten 68 Einsätze (2025: 75), beim Klettern waren es 24 (2025: 25) und 83 Mountainbikeunfälle (2025: 89). Die Einsatzgebiete erstrecken sich von der Rax bis zu den Kletterhallen in Wien, mit einem Schwerpunkt auf Schneeberg, Rax und Hohe Wand.
Einordnung
Der Rückgang der Einsätze und der verletzten Personen deutet auf eine verbesserte Sicherheitslage hin. Dennoch sollte die steigende Zahl der unverletzten Personen als Warnung dienen, dass umfassende Vorbereitung und Planung für Bergtouren unerlässlich bleiben.


