Wiederbelebung des Nußdorfer Markts in Wien-Döbling
Am 24. September wurde der Probebetrieb des Nußdorfer Markts in Wien-Döbling eröffnet. An elf Ständen bieten bis zum 24. Oktober, jeden Donnerstag von 9 bis 17 Uhr, lokale Standlerinnen und Standler ihre Produkte an.
Die Rückkehr des Marktes an den traditionsreichen Standort wurde durch einen einstimmigen Antrag der Bezirksvertretung Döbling initiiert, ursprünglich von den Neos eingebracht. Vor der Eröffnung mussten Altstoffcontainer verlegt werden, um Platz für die neuen Stände entlang der Sickenberggasse zu schaffen.
Bezirksvorsteher Daniel Resch (ÖVP) betonte das Ziel, den Nußdorfer Markt mit mehr Frequenz und Leben zu füllen. Die mobile Marktgestaltung sei positiv, da die Anbieter an anderen Tagen bereits an anderen Standorten gebunden sind.
Die zukünftige Etablierung des Marktes hängt von dessen wirtschaftlichem Erfolg ab. Werner Albeseder, Klubobmann der Neos Döbling, äußerte die Bedeutung frischer Lebensmittel in der Umgebung, wo zuvor nur begrenzte Angebote vorhanden waren. Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling (Neos) wies darauf hin, dass der Nußdorfer Markt der fünfte Wiener Markt auf Probe ist und eine positive Nachfrage entscheidend für die zukünftige Marktordnung sei.
Der Markt soll nicht nur dem Einkauf dienen, sondern auch als sozialer Treffpunkt fungieren. Mahboobeh Bayat (SPÖ), stellvertretende Bezirksvorsteherin, bezeichnete den Markt als erweiterten Begegnungsort und hofft auf eine positive Akzeptanz durch die Bevölkerung. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob das Angebot am Nußdorfer Markt langfristig in das Alltagsleben der Döblingerinnen und Döblinger integriert wird.
Einordnung
Der Nußdorfer Markt stellt eine Wiederbelebung des regionalen Handels dar, der in den letzten Jahren von Gastronomiebetrieben overshadowed wurde. Die Relevanz liegt in der Bereitstellung frischer Lebensmittel und der Förderung sozialer Interaktionen im Bezirk.


