Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer und LH-Stellvertreter Pernkopf besuchen Windpark Großsierning

September 26, 2026 16:23
Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer und LH-Stellvertreter Pernkopf besuchen Windpark Großsierning

Erweiterung des Windparks Großsierning für mehr Versorgungssicherheit

Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer und der stellvertretende Landeshauptmann Niederösterreichs, Stephan Pernkopf, besuchten den Windpark Großsierning, um den Ausbau heimischer Energiequellen zu fördern. Der Besuch fand im Rahmen ihrer Initiative zur Steigerung der Versorgungssicherheit statt.

Der Windpark Großsierning wird modernisiert: Neun alte Windkraftanlagen, die über 20 Jahre alt sind, werden durch fünf neue, leistungsfähigere Anlagen ersetzt. Eine bestehende Anlage bleibt erhalten. Zukünftig werden somit sechs Windräder statt der bisherigen zehn installiert, die rund das Zweieinhalbfache an Ökostrom erzeugen sollen. Die Gesamtleistung des Windparks steigt von 16,2 auf 26,5 Megawatt. Laut Angaben der EVN können damit künftig Strom für etwa 22.000 Haushalte statt der bisherigen 8.000 produziert werden. Die Fertigstellung des Projekts ist für Mai 2027 geplant.

Minister Hattmannsdorfer betonte die Bedeutung der heimischen Energieproduktion: „Energie ist Standortpolitik. Je mehr günstigen Strom wir selbst erzeugen, desto unabhängiger werden wir.“ Er hebt hervor, dass der Windpark ein Beispiel für effektiven Ausbau der erneuerbaren Energien darstellt und verweist auf das Erneuerbare-Ausbau-Gesetz (EABG), das zusätzliche Terawattstunden aus heimischen erneuerbaren Energien bis 2030 schaffen soll.

LH-Stellvertreter Pernkopf erklärte, dass mehr erneuerbare Energie aus Niederösterreich weniger Abhängigkeit von externen Energiequellen bedeutet und die Wertschöpfung im Land steigert. In den letzten drei Jahren wurden über 200 Windkraftanlagen in der Region genehmigt, was eine breite politische Unterstützung für den Ausbau der Erneuerbaren zeigt.

Zentrale Rolle in der Energiewende

Niederösterreich spielt eine zentrale Rolle im Rahmen der Energiewende, wie das EABG vorgibt. Bis 2030 soll die Produktion von erneuerbarem Strom im Vergleich zu 2020 um 6,14 TWh ansteigen. Für die Windkraft sieht der EABG einen zusätzlichen Ausbau von 2,8 TWh vor, während der geplante NÖ Energiefahrplan einen Zubau von 4,1 TWh vorsieht.

Das Bundesland ist bereits jetzt das größte Stromerzeugungsland Österreichs, mit 17,6 TWh und einem Anteil von 22,3 Prozent an der österreichischen Gesamtstromproduktion. Über 100 Prozent dieser Stromproduktion sind erneuerbar, wobei 58,6 Prozent aus der Windkraft stammen.

Bürger- und Energiegemeinschaft

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der stärkeren Einbindung der Bevölkerung. In Haunoldstein wird in einer Bürger-Energiegemeinschaft Windkraft, Photovoltaik und Kleinwasserkraft kombiniert. In einer Pilotphase konnten die Mitglieder 92 Prozent ihres Strombedarfs aus der Gemeinschaft beziehen.

Einordnung

Die Modernisierung des Windparks Großsierning und die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien markieren einen entscheidenden Schritt zur Energiesicherheit in Niederösterreich. Diese Maßnahmen sind relevant, um die Abhängigkeit von internationalen Energiequellen zu verringern und die lokale Wertschöpfung zu stärken.

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Berichte über mehr Verfahren wegen Staatsverrats gegen nach Russland zurückgekehrte Bürger
Vorheriger artikel

Berichte über mehr Verfahren wegen Staatsverrats gegen nach Russland zurückgekehrte Bürger

Großumbau in Starrein: Wingelhofer & Söhne GmbH erweitert Kapazitäten für zukünftige Projekte
Nächster artikel

Großumbau in Starrein: Wingelhofer & Söhne GmbH erweitert Kapazitäten für zukünftige Projekte

Nicht verpassen