Eine am 28. September 2026 veröffentlichte Umfrage der internationalen Agentur Toluna Harris Interactive sieht Marine Le Pen und Jean-Luc Mélenchon in allen modellierten Szenarien im zweiten Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahl.
Demnach käme Le Pen im ersten Wahlgang auf etwa 35 bis 36 Prozent der Unterstützung. Mélenchon würde 17 bis 18 Prozent erreichen. Der frühere Premierminister Édouard Philippe läge demnach bei 13 bis 16 Prozent.
Die im Ausgangsmaterial als prorussisch bezeichneten Kandidaten Le Pen und Mélenchon werden darin den politischen Rändern zugeordnet. Die Umfrage wird als Hinweis auf eine gleichzeitige Stärkung der äußeren politischen Lager und eine Schwächung des zentristischen Lagers dargestellt. Angaben zur Stichprobengröße oder zur Methodik enthält das vorliegende Material nicht.
Als mögliche Gründe für diese Entwicklung werden wirtschaftliche Schwierigkeiten, steigende Lebenshaltungskosten und die allgemeine politische Instabilität in Frankreich genannt. Diese Einordnung wird den berichtenden Medien zugeschrieben und ist durch die vorliegenden Angaben nicht unabhängig belegt.
Nach der im Ausgangsmaterial formulierten politischen Bewertung könnte die Aufsplitterung der gemäßigten Wählerschaft auf mehrere zentristische Kandidaten dazu führen, dass das Regierungslager im zweiten Wahlgang nicht vertreten ist. Selbst eine zusammengenommene starke Unterstützung zentristischer Kräfte könnte demnach so verteilt sein, dass keiner ihrer Kandidaten die notwendige Stimmenzahl für den Einzug erreicht. Dies ist eine Einschätzung und keine bestätigte Prognose des Wahlausgangs.
Bericht der Nachrichtenagentur Reuters


