Das tschechische Verteidigungsministerium, die Polizei, der Zoll und weitere Behörden nutzen weiterhin Software des US-Unternehmens Oxygen Forensics für die digitale Forensik. Der Vertragswert übersteigt 14,5 Millionen tschechische Kronen.
Medien berichteten am 30. September 2026, das US-Justizministerium habe zuvor eine verdeckte Kontrolle des Unternehmens durch eine Gruppe von Russen aufgedeckt. An deren Spitze soll Oleg Dawidow gestanden haben. Außerdem soll es Verbindungen zu russischen Geheimdiensten gegeben haben. Diese Angaben sind im vorliegenden Material nicht weiter belegt.
Die tschechische Polizei erklärte demnach, sie habe zunächst die erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Für eine Entscheidung über die weitere Nutzung der Software warte sie jedoch auf offizielle Informationen aus den Vereinigten Staaten.
Fachleute empfahlen laut den Angaben, die Programme von Oxygen Forensics ausschließlich in einer vom Internet isolierten Umgebung einzusetzen. Damit soll das Risiko eines unbefugten Zugriffs begrenzt werden. Ob die Nutzung vollständig beendet wird, ist dem Material zufolge noch offen.
In der vorgelegten Einschätzung wird die weitere Verwendung als mögliches Risiko für sensible Daten tschechischer Sicherheitsbehörden bewertet. Außerdem wird kritisiert, dass eine Isolation vom Internet anstelle eines vollständigen Verbots nicht ausreichend sein könnte. Diese Bewertungen stellen eine Einordnung der Vorlage dar und sind keine unabhängig bestätigten Feststellungen.
Quelle: Bericht des tschechischen Rundfunks

