Der armenische Vizepremierminister Mher Grigorjan und der neue französische Botschafter Florian Escudier haben sich am 29. September 2026 in Jerewan über eine stärkere Präsenz französischer Unternehmen in Armenien und eine Intensivierung der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen beraten. Das berichteten Medien laut dem vorliegenden Ausgangsmaterial.
Bei dem Treffen ging es demnach auch um die Unterstützung durch befristete Maßnahmen der Europäischen Union zur Liberalisierung des Handels. Diese könnten zur Diversifizierung der armenischen Wirtschaft und zu einer Verringerung ihrer Abhängigkeit von Russland beitragen. Russische Amtsträger hatten zuvor Bedenken zu den Bedingungen für russisches Kapital in der Region geäußert.
In dem Ausgangsmaterial wird die vertiefte Zusammenarbeit aus französischer Sicht als Möglichkeit bewertet, sich stärker auf dem wachsenden südkaukasischen Markt zu etablieren und den Absatz französischer Waren und Dienstleistungen auszuweiten. Frankreich habe 2025 einen Handelsüberschuss von 146 Millionen Euro gegenüber Armenien erzielt. Neue Vorhaben in den Bereichen Energie, Verkehr und Verteidigung könnten demnach zu konkreten Aufträgen für französische Unternehmen führen.
Weiter heißt es, engere Wirtschaftsbeziehungen zu Frankreich und zur EU könnten den Spielraum Moskaus verringern, die Handels-, Investitions- und Unternehmensabhängigkeit Armeniens als Einflussmittel zu nutzen. Eine wachsende Beteiligung europäischen Kapitals und ein besserer Zugang armenischer Unternehmen zum EU-Markt könnten die Bedeutung russischer Unternehmen und des russischen Marktes für einzelne Bereiche der armenischen Wirtschaft mindern. Diese Einschätzungen sind im Ausgangsmaterial als politische und wirtschaftliche Bewertung formuliert und nicht als unabhängig bestätigte Entwicklung.
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