Die Insolvenz von Genusskuchl Catering GmbH aus Horn ist einen Schritt vorangekommen: Bei einer Gläubigerversammlung am Landesgericht Krems an der Donau wurde am 9. Oktober 2026 ein Sanierungsplan angenommen. Er sieht für die Gläubiger eine Quote von 20 Prozent vor.
Von den rund 208.000 Euro an Verbindlichkeiten wurden laut den vorliegenden Angaben etwa 203.000 Euro rechtlich anerkannt. Die Gläubiger sollen daraus insgesamt rund 40.600 Euro erhalten und auf etwa 162.400 Euro verzichten.
Die erste Zahlung beträgt acht Prozent, also rund 16.240 Euro, und ist binnen 14 Tagen nach rechtskräftiger Bestätigung des Sanierungsplans fällig. Danach sind vier weitere Raten zu je drei Prozent vorgesehen, und zwar nach sechs, zwölf, 18 und 24 Monaten.
Noch ist der Plan aber nicht endgültig. Bis 10. November 2026 müssen die rund 16.240 Euro für die erste Quote sowie die offenen Masseforderungen beim Insolvenzverwalter erlegt werden. Wird diese Frist versäumt, droht das Scheitern des Sanierungsplans.
Der Betrieb läuft nach Angaben in zwei Standorten weiter. Ein Neustart am Öhlknechthof Horn mit Gastronomie, Veranstaltungen und Zimmervermietung wird vorangetrieben.
Der Masseverwalter Heinrich Nagl bestätigte gegenüber MeinBezirk Horn den positiven Verlauf der Verhandlung. Richard Damberger sagte: „Unsere Auftragslage ist gut und wir denken gar nicht ans Aufhören!“
Nach Angaben von Patrick Scherzer vom Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) war das Angebot die bessere Lösung, weil bei einer Zerschlagung deutlich weniger hereingekommen wäre.


