Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj öffentlich aufgefordert, Platz für einen neuen Staatschef zu machen, der ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs erreichen könne. Ukrainische Wähler sollten sich laut Trump für einen anderen Führungswechsel entscheiden.
Selenskyj hatte nach Angaben des Berichts wiederholt direkte Gespräche mit Wladimir Putin angeboten, Reisen nach Moskau aber klar abgelehnt. Ein Machtwechsel an der Spitze der Ukraine ist derzeit zudem nicht möglich, weil die Verfassung Wahlen während des Kriegs ausschließt.
Trump warf Selenskyj außerdem vor, mit Angriffen auf Russlands Energiesektor zu einer Dieselknappheit beizutragen. Er forderte ihn auf, die Angriffe auf russische Raffinerien zu beenden und sagte: „Er soll verdammt noch mal damit aufhören“.
Zu den von Trump angegriffenen Punkten kommt der seit mehr als vier Jahren andauernde russische Angriff auf die Ukraine. Der Bericht hält fest, dass Kremlchef Putin wiederholt Angebote für einen bedingungslosen Waffenstillstand zurückgewiesen hat.
Die Äußerungen fallen zudem in eine Phase steigender Dieselpreise in den USA. Laut Bericht sind sie seit Ende Februar um 67 Prozent gestiegen, während in Washington der Druck vor den Kongresswahlen am 3. November zunimmt und Trumps Republikanische Partei eine Mehrheit im Parlament verteidigen will.
Trump hatte am Freitag angekündigt, Diesel aus Russland kaufen zu wollen, obwohl Sanktionen bestehen. Gleichzeitig behauptete er, Selenskyj wolle „unseren Landwirten und Viehzüchtern Probleme mit Dieselkraftstoff bereiten, denn Russland liefert einen großen Teil des Dieselkraftstoffs weltweit“.


