Die von den Grünen kritisierten Rindertransporte vom Flughafen Linz-Hörsching nach Turkmenistan sind vorerst gestoppt worden. Das Gesundheitsministerium setzte die Zulassung der veterinärbehördlichen Grenzkontrollstelle aus.
Damit sind die Transporte über den Flughafen Linz zunächst unterbrochen. Nach Angaben im Zusammenhang mit dem Fall hatte der Tierarzt und Tiertransport-Experte Alexander Rabitsch gegenüber Landesrat Stefan Kaineder bestätigt, dass die aus Ungarn über Linz nach Turkmenistan gebrachten Rinder zur Schlachtung bestimmt waren.
Kaineder sprach von einem wichtigen Signal. „Dass das Ministerium diese Transporte gestoppt hat, war richtig und notwendig. Es zeigt, dass es sich auszahlt, solche Missstände öffentlich zu machen und genau hinzusehen. Wenn nun ein ausgewiesener Experte bestätigt, dass die Tiere nach dieser tausende Kilometer langen Reise in Turkmenistan geschlachtet werden, macht das die gesamte Causa noch unerträglicher“, sagte er.
Der Landesrat kündigte weitere Nachforschungen an. Der Landesrat sagte weiter, die Frage bleibe offen, wer die Transporte organisiert, an welchen Ort die Tiere tatsächlich gelangen und nach welchen konkreten Abläufen dort geschlachtet werde. „Wir reden hier also über Tiere, die tausende Kilometer herumtransportiert werden, um dann offenbar geschlachtet zu werden. Wir werden dem weiter genau nachgehen, wer hinter diesen Transporten steht, wohin die Tiere konkret gebracht werden und unter welchen Bedingungen sie dort geschlachtet werden“, sagte Kaineder.
Laut dem Artikel ist ein ungarisches Exportzertifikat mit der Nummer ÉlfF/260/2026 seit 23. September 2026 auf der offiziellen Liste der staatlichen ungarischen Lebensmittel- und Veterinärbehörde NÉBIH angeführt. Dort lautet die Bezeichnung „Türkmenisztán, vágásra szánt szarvasmarha“, auf Deutsch „Turkmenistan, zur Schlachtung bestimmte Rinder“.
Die Grünen Oberösterreich forderten ein Ende der umstrittenen Transporte. Landesrat Kaineder verwies darauf, dass es sich auszahle, Missstände öffentlich zu machen und genau hinzusehen. Rudi Hemetsberger kündigte einen Antrag im oberösterreichischen Landtag an, damit derartige Tiertransporte künftig nicht mehr über den Flughafen Linz abgewickelt werden.
Rabitsch beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Tiertransporten und führte selbst über viele Jahre amtliche Kontrollen durch. Zur Frage einer Betäubung kurz vor dem Schlachtvorgang sagte Rabitsch laut Artikel, dass er dazu keine verlässliche Einschätzung abgeben könne.


