Tierschutz Austria warnt davor, dass Swimmingpools und andere Gartenstellen im Herbst für Igel und andere kleine Tiere zu gefährlichen Fallen werden können. Im Rahmen der Initiative „Österreichs längste Igel-Straße“ ruft die Organisation Gartenbesitzer dazu auf, ihre Anlagen abzusichern.
Mit sinkenden Temperaturen würden Pools seltener genutzt und kontrolliert, teilte die Tierschutzorganisation mit. Genau dann steige das Risiko für Tiere, die in einen Pool geraten, aber über glatte Wände oft nicht mehr hinauskommen.
„Ein Pool ohne Ausstiegshilfe wird rasch zur tödlichen Falle. Eine einfache Rampe oder eine Abdeckung kann Igelleben retten“, sagte Tierschutz-Austria-Sprecher Martin Aschauer. Neben Pools nennt die Organisation auch offene Schächte, Kellertreppen und Regentonnen als Gefahrenstellen.
Gartenbesitzer sollen ihre Grünflächen zugleich als Rückzugsorte für Igel und andere Wildtiere erhalten. Dazu empfiehlt Tierschutz Austria, Laub, Reisig und Hecken an einigen Stellen liegen zu lassen, weil sie Nahrung, Schutz und Plätze für den Winterschlaf bieten.
Mitmachen kann man durch die Registrierung des eigenen Gartens auf garten-vignette.at. Die Initiative soll nach Angaben der Organisation dazu beitragen, mehr Igel zu schützen und im Frühjahr wieder auszuwildern.


