Großübung bei Schlick 2000 trainiert Evakuierung aus Gondeln und Brandfall

Oktober 27, 2026 07:51
Rescue workers train atop a suspended gondola at a ski area.

Am Samstag, 24. Oktober, hat im Skizentrum Schlick 2000 eine groß angelegte Bergrettungs- und Feuerübung stattgefunden. Rund 120 Einsatzkräfte trainierten dabei die Evakuierung aus steckengebliebenen Gondeln, einen simulierten Gondelabsturz und einen angenommenen Brand nach einem Blitzschlag.

An der Bezirksübung der Bergrettung Tirol waren Bergrettung, Feuerwehr, Rotes Kreuz, Alpinpolizei und das Team der Bergbahn beteiligt. Ausgegangen wurde von einem schweren Gewitter mit angenommenen Blitzeinschlägen und Sturmspitzen, wodurch die Kreuzjochbahn II zum Stillstand kam.

Die Bergretter holten die Insassen per Abseilaktion aus den stehenden Gondeln. Am Boden übernahmen Bergrettung, Feuerwehr, Rettungsdienste und Mitarbeiter von Schlick 2000 den Weitertransport der Betroffenen.

Der Polizeihubschrauber Libelle Tirol brachte Übungspatienten per Rettungshubschrauber von Sammelpunkten im Gelände direkt zur Patientenablage an der Mittelstation. Dort richtete das Rote Kreuz einen strukturierten Behandlungsplatz ein, an dem Verletzte versorgt und Unverletzte betreut wurden.

In einem weiteren Szenario wurde ein Gondelabsturz mit schwer zugänglichem Gelände geübt. Bergrettung und Feuerwehr befreiten dabei Verletzte, die Feuerwehr sicherte die beschädigte Gondel gegen weiteres Abstürzen und bekämpfte den angenommenen Stationsbrand unter Atemschutz. Personen mit unterstellter Rauchgasvergiftung wurden anschließend an das Rote Kreuz übergeben.

Nach Angaben von Florian Schöpf, Bezirksleiter-Stellvertreter der Bergrettung Innsbruck-Land, stellten die Abläufe bei einer voll besetzten Seilbahn hohe Anforderungen. Er sagte: „Die Evakuierung einer vollbesetzten Seilbahn stellt höchste Ansprüche an Material, Taktik und Kondition.“

Schöpf erklärte auch, die Bergretterinnen und Bergretter hätten die Seilbergeverfahren unter realistischen Bedingungen erfolgreich durchführen können. Entscheidend sei die reibungslose Übergabe an Feuerwehr, Rettungsdienst, Alpinpolizei und die Mitarbeitenden der Bergbahn an der Mittelstation gewesen.

Nach den Angaben aus der Übung nahmen nahezu 80 Übungspatienten an dem Szenario teil. Das Wetter wechselte im Verlauf von Sonne über zeitweiligen Schneefall bis zu deutlich sinkenden Temperaturen nach Sonnenuntergang.

Im Rahmen der Übung legten Michael Volderauer und Benedikt Wegscheider zudem ihre praktischen Abschlussprüfungen ab und bestanden sie. Die Prüfungskommission bestand aus Stabschefin Nina Dissertori, Georg Paregger-Schreter vom Landesrettungskommando Tirol sowie Vertretern des Bezirksrettungskommandos.

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Children dressed as Halloween ghosts and a witch stand in a decorated room with pumpkin buckets.
Vorheriger artikel

Salzburg bündelt Halloween-Veranstaltungen rund um den 31. Oktober

Nicht verpassen