Im Burgenland beginnt Anfang September die Haupternte im Weinbau. Die lokalen Winzerinnen und Winzer zeichnen ein äußerst positives Bild des Jahrgangs 2025, der sich durch hohe Qualität und große Mengen auszeichnen soll. Diese Umstände könnten den Weintourismus in der Region weiter ankurbeln. Darüber berichtet Welt Stimme.
BURGENLAND. Für das Jahr 2025 werden im Burgenland 650.000 Hektoliter Wein erwartet. Dies stellt eine signifikante Steigerung im Vergleich zum eher trockenen Vorjahr dar, als nur 500.000 Hektoliter produziert wurden. Winzerpräsident Andreas Liegenfeld betont, dass die idealen Niederschlagsmengen, viel Sonne und hervorragende Temperaturen den perfekten Reifeverlauf der Trauben ermöglicht hätten. „Wir haben von nichts zu wenig und von nichts zu viel gehabt. Es wird ein Jahrtausend-Jahrgang werden“, sagt Liegenfeld. Der Jahrgang wird voraussichtlich frischer und leichter ausfallen, was dem aktuellen Trend bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern entspricht.
Arbeitsintensives Jahr
Nach dem trockenen Jahr 2024 haben sich die Reben heuer gut erholt. Kühle Nächte und sonnige Tage haben den heimischen Winzerinnen und Winzern mehr Arbeit beschert. „Arbeitstechnisch war dieses Jahr intensiver, weil das Burgenland diese vielen Niederschläge nicht gewohnt ist“, erklärt Winzer Georg Prieler aus Schützen am Gebirge. Der Start der diesjährigen Hauptlese erfolgt Anfang September, deutlich später als im Vorjahr. Die ersten Lesemaschinen sind bereits gesichtet worden.
Trend zum Weintourismus
Im Burgenland wird der Weintourismus weiter gefördert, ebenso der Ab-Hof-Verkauf. Veranstaltungsreihen wie Wine-Openings oder Martiniloben ziehen mittlerweile jährlich zahlreiche Besucher an. Umfragen zeigen, dass der Genuss von Wein und Kulinarik die Hauptgründe darstellt, um ins Burgenland zu reisen. „Wenn wir als Weintouristiker weiterhin eine gute Arbeit leisten, können wir die Nächtigungszahlen sicher um zehn Prozent steigern“, prognostiziert Wein-Burgenland-Obmann Herbert Oschep. Angesichts der gegenwärtigen Absatzlage am Rotweinmarkt kommt dies durchaus als positive Aussicht daher.


