Hoch alarmierende Antibiotika-Resistenzen bei Hunden in Afrika entdeckt
Forscher der Veterinärmedizinischen Universität Wien haben überraschend hohe Antibiotika-Resistenzen von Keimen menschlichen Ursprungs bei Hunden in Afrika festgestellt. Diese Ergebnisse betreffen nicht nur die Gesundheit der Tiere, sondern werfen auch ernsthafte Fragen hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit auf. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die Studie, die in mehreren afrikanischen Ländern durchgeführt wurde, ergab, dass ein erheblicher Teil der Hunde mit Resistenzen gegen gängige Antibiotika infiziert ist. Diese Resistenzen können möglicherweise auf den direkten Kontakt mit Menschen zurückgeführt werden, da viele dieser Tiere in städtischen Gebieten leben und oft mit Abwasser oder menschlichem Müll in Kontakt kommen.
Das Forschungsteam sammelte Proben von 150 Hunden in städtischen und ländlichen Gebieten und stellte fest, dass 70% dieser Proben resistente Bakterien aufwiesen. Diese Bakterien sind gegen die meisten gängigen Antibiotika immun, was die Behandlung von bakteriellen Infektionen sowohl bei Tieren als auch bei Menschen erheblich erschwert.
Die Forscher warnen, dass diese Entwicklungen erhebliche Auswirkungen auf die Tier- und Menschenmedizin haben könnten. Insbesondere könnten durch den engen Kontakt zwischen Hunden und Menschen in städtischen Gebieten neue Resistenzen in die menschliche Bevölkerung getragen werden.
Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass die unkontrollierte Verwendung von Antibiotika in der Tierhaltung und bei der Behandlung von Haustieren zu einer verstärkten Selektion von resistenten Bakterien führen kann. Dies ist besonders besorgniserregend in Regionen, in denen der Zugang zu medizinischer Versorgung begrenzt ist.
Die Studie betont auch die Notwendigkeit einer verstärkten Überwachung und der Entwicklung von Strategien zur Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen. Die Forscher empfehlen eine engere Zusammenarbeit zwischen Tiermedizinern und Gesundheitsexperten, um effektive Maßnahmen zur Bekämpfung dieser wachsenden Bedrohung zu implementieren.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind ein Aufruf zu dringenden Maßnahmen, um die rate der Antibiotika-Resistenzen zu kontrollieren und die Gesundheit von Mensch und Tier langfristig zu sichern. Es wird potenziell notwendig sein, neue Ansätze der Antibiotika-Verschreibung zu entwickeln und das Bewusstsein für die Risiken von Resistenzen zu schärfen.


